Dopingsperre für Schindler - Punktabzug für Emden | 2005-11-18
Frankfurt/Main - Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Falk Schindler vom Regionalligisten Kickers Emden wegen eines Dopingvergehens für sechs Monate gesperrt.
Außerdem wurde der 2:1-Sieg des Aufsteigers Emden bei Fortuna Düsseldorf in eine 0:2-Niederlage umgewandelt. Bei dem 27-jährigen Mittelfeldspieler war nach dem Spiel in Düsseldorf am 17. September die verbotene Substanz Carboxy Finasteride nachgewiesen worden.
Schindler hatte auf die B-Probe verzichtet. Nach seinen Angaben ist die Substanz in seinem Haarwuchsmittel enthalten. Dennoch entschied das DFB-Sportgericht unter Vorsitz von Rainer Koch (Poing), den Spieler bis einschließlich 7. April 2006 zu sperren und die Wertung der Partie wegen der Mitwirkung eines gedopten Spielers aufzuheben. Das hat mit Sport nichts zu tun, kommentierte der enttäuschte Kickers-Präsident Engelbert Schmidt das Urteil.
Dagegen wiesen die Sportrichter den Einspruch von Rot-Weiß Oberhausen gegen die Wertung der 0:2-Niederlage in Emden am 21. September zurück. Bayer Leverkusen II hatte auf einen Protest gegen die 0:3-Niederlage gegen den Neuling verzichtet. Auch in dieser Begegnungen hatte Schindler mitgewirkt.