ZAHLENWERK: Zahlen lügen nicht? Von wegen, zumindest beim Eckenverhältnis stimmt das nicht. 9:4 hieß es in dieser Rubrik für den VfL Wolfsburg nach dem mit 1:6 verlorenen Gastspiel bei Werder Bremen. Die Zahlen dieser Rubrik gaben aber den Spielverlauf nicht annähernd wieder.
FAN-PFIFFE: Die Vereinspräsidenten hatten es vorher bereits angekündigt. Frankfurt sei heiß wie Fritten-Fett, es gehe mehr als um drei Punkte, hatte Eintracht-Boss Peter Fischer gesagt. Kollege Harald Strutz vom FSV Mainz 05 hatte das Ende der Kuschelzeit ausgerufen. Und so sorgte das Rhein-Main-Derby auch unter den Fans für in Mainz ungewohntes Verhalten. Während sonst sogar die gegnerischen Anhänger brav begrüßt und beklatscht werden und diese es zumeist danken, hagelte es für die Frankfurter Fans gellende Pfiffe.
FÜRSORGE: Borussia Mönchengladbachs Trainer Horst Köppel hatte seinen Stürmer Vaclav Sverkos aus Fürsorge nicht in den Kader für das Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen aufgenommen. Der Tscheche und seine Frau hatten vor zwei Wochen ihr ungeborenes Kind verloren. Man merkt ihm an, dass er nach dem Schicksalsschlag den Kopf noch nicht frei hat. Das hat er mir auch gesagt, berichtete Köppel.
DAUERTHEMA: Im Fall Jens Nowotny bewegt sich bei Bayer 04 Leverkusen weiter nichts. Er ist bei uns suspendiert. Gespräche über seine Zukunft hat es noch nicht gegeben, erklärte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser nach dem Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach (1:1). Nowotny war nach zwei Klagen gegen seinen Verein, die er beide verloren hat, bei Bayer in Ungnade gefallen.
WUNSCHSTÜRMER: Bayer 04 Leverkusen hat Interesse an einer Verpflichtung des U21-Nationalspielers Stefan Kießling vom Bundesliga-Konkurrenten 1. FC Nürnberg. Er ist der talentierteste Stürmer in Deutschland. Wir würden ihn gerne haben, erklärte Bayer- Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser nach dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach (1:1). Allerdings hat Kießling bei den Franken noch einen Vertrag bis 2007 mit einer einseitigen Vereinsoption bis 2008. Da hat Nürnberg die besseren Karten, sagte Holzhäuser.
ABSCHIED: Das Name Westfalenstadion ist Geschichte. Schon beim nächsten Spiel gegen Hannover wird die Heimstätte von Borussia Dortmund den Namen Signal Iduna Park tragen. Zur großen Erleichterung der Fans tauchen die Hausfarben des Namensgebers - blau und weiß - im neuen Logo kaum auf. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dankte dem Partner, dass dieser bei der Farb- und Logo-Gestaltung die Befindlichkeiten der BVB-Anhänger berücksichtigt hat. Ein Logo in den Farben des Erzrivalen Schalke hätte womöglich für Proteststürme gesorgt.
TRADITIONSBEWUSST: Das Westderby zwischen Kölner und Gelsenkirchener Fußballern existiert schon seit 77 Jahren und sieben Monaten: Am 22. April 1928 gab es in Duisburg in der Endrunde um die Westdeutsche Meisterschaft ein 8:2 der SpVgg Sülz 07 gegen den FC Schalke 04. Doch erst 22 Jahre später trafen der richtige 1. FC Köln und die Schalker in ihrem ersten Pflichtspiel aufeinander: Der 1. FC, am 13. Februar 1948 aus einer Fusion der Stadtteil-Clubs BC 01 und Sülz 07 hervorgegangen, gewann 1:0 - ein Resultat, das Podolski und Co. am Samstag gut zu Gesicht gestanden hätte.
Die deutschen Spieler in der EinzelkritikDFL stellt Weichen: Neuwahl und SatzungsänderungenAachen unterliegt Unterhaching mit 2:3Acht Saudi-Stars suchen Clubs in EuropaSchalke unterliegt Galatasaray im TestspielPokal: Titelverteidiger Frankfurt nach SindelfingenEx-Profi Neubarth neuer Trainer in JenaLizenz für HSV und Rostock mit DFL-AuflagenSpanien feiert Bara - Milan hofft auf Super-PippoNiederlande und Ukraine erreichen U 21-EM-Finale1693 |
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