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Ferguson unter Druck - Hitzfeld dementiert Kontakt | 2005-11-21


Hamburg - Der schlechteste Champions-League-Start seit elf Jahren und ein angebliches Angebot an Ottmar Hitzfeld haben bei Manchester United für Unruhe gesorgt und den Druck auf Alex Ferguson erhöht.

Alles andere als ein Heimsieg gegen Überraschungs-Spitzenreiter FC Villarreal würde den Königsklassen-Champion von 1999 und seinen seit 19 Jahren für den Verein tätigen Coach noch stärker in die Bredouille bringen. Doch der Außenseiter aus der spanischen Primera Division, der die Tabelle der Gruppe D unerwartet mit sechs Punkten vor ManU, dem OSC Lille (beide 5) und Benfica Lissabon (4) anführt, hat den Respekt vor dem Favoriten offenbar verloren.

ManU ist gut, aber das Team ist weit von dem Team entfernt, das so viele Titel gewann. Egal, wen Ferguson aufstellt, wir haben nichts zu fürchten, behauptete Juan Ramon Riquelme vor der Partie im Old-Trafford-Stadion. Clubchef Fernando Roig ist da schon vorsichtiger, zumal sein argentinischer Mittelfeldstar Riquelme (Zerrung) ausfällt. Natürlich träumen wir davon, in Manchester zu gewinnen und unsere Qualifikation für die nächste Runde vorzeitig zu sichern. Das wäre das Größte, sagte er. Aber uns ist klar, dass das nur sehr schwer zu bewerkstelligen sein wird. Der Normalfall wird wohl so aussehen, dass für uns erst im letzten Gruppenspiel gegen Lille die Entscheidung fällt.

Manchester braucht dringend die Punkte, um nicht wie 1994, als man nach vier Gruppenspielen auch nur einen Sieg auf dem Konto hatte, den frühen Champions-League-K.o. zu erleiden. Immerhin gibt es auch positive Meldungen: Gary Neville bestreitet sein 100. Europacup-Spiel und auch die Generalprobe verlief mit dem 3:1 bei Charlton Athletic erfolgreich. Doch das Ende der Ära Roy Keane, der den Machtkampf mit Ferguson verloren hat, den Verein verlassen kann und schon mit Juventus Turin in Verbindung gebracht wurde, sowie der Wirbel um Hitzfeld sorgen für Unruhe im Verein. Hitzfeld hat inzwischen jedoch gegenüber dem Kicker jegliche Kontakt nach Manchester dementiert.

In der Gruppe B hat der FC Arsenal (12 Punkte) das Achtelfinale schon vor dem Spiel beim FC Thun (3) erreicht. Die Schweizer haben noch vage Hoffnungen, Ajax Amsterdam (7) vom wichtigen zweiten Platz zu verdrängen. Die Niederländer haben allerdings Heimrecht gegen das bisher sieglose Schlusslicht Sparta Prag (1).


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