Sport News :: Fussball News

SPORT NEWS:

SPORTWETTEN:

POKER

ARCHIV:

LINK EXCHANGE:

Hertha: Keine Finanznot - Schwarze Zahlen für 04/05 | 2005-11-21


Berlin - Hertha BSC hat Berichte über akute Finanznöte beim Berliner Fußball-Bundesligisten vehement dementiert.

Rupert Scholz, Aufsichtsratsvorsitzender des Hauptstadtclubs, reagierte als erster Hertha-Verantwortlicher auf einen Beitrag des RBB-Fernsehens, der den Club in Zusammenhang mit Zahlungsschwierigkeiten gebracht hatte. Von einer drohenden Pleite kann überhaupt keine Rede sein. Die Lage ist absolut nicht dramatisch, betonte der ehemalige Verteidigungsminister und verwies schwerwiegende Finanzprobleme ins Reich der Fabeln.

Herthas Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller erklärte sogar, der Verein werde einen positiven Abschluss für das Geschäftsjahr 2004/05 präsentieren. Die drei Serien zuvor hatte man mit einem Minus von je fünf bis sechs Millionen Euro beendet.

Die Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2005 würden sich insgesamt auf 30 bis 35 Millionen Euro belaufen, denen allerdings andere Werte gegenüber stehen würden. Unsere Lizenz war und ist nicht gefährdet, betonte Manager Dieter Hoeneß.

Die Spekulationen waren aufgekommen, weil der Berliner Senat Hertha von rund vier Millionen Euro an Mietzahlungen und Baukrediten für das Berliner Olympiastadion befreien soll und Spieler-Prämien verspätet gezahlt wurden.

Die Neugestaltung der Betreibergesellschaft des Olympiastadions, die durch die Pleite von Mitgesellschafter Walter Bau nötig geworden war, soll Hertha großzügig entlasten. Das Land Berlin wird nach Verhandlungen mit Hertha BSC, die sich in der Abschlussphase befinden, zu 100 Prozent das für 242 Millionen Euro renovierte Stadion betreiben. Hertha soll nur noch Mieter sein. Der Berliner Senat und Senator Böger haben uns erklärt, dass die Zahlungsverpflichtungen erlassen werden müssen, weil die Existenz des Vereins und die Frage der Bundesliga-Lizenz auf dem Spiel stehen, erklärte Jochen Esser, finanzpolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen, in der Sendung Sportplatz von Radio Berlin- Brandenburg (RBB).

Sportsenator Klaus Böger begründete die Zahlungsbefreiungen vor allem damit, dass Hertha als nunmehr Hauptmieter die einzige konstante Einnahmequelle für die Betreibergesellschaft sei. Eine Kuh, die man melken will, darf man nicht schlachten, sagte Böger. Schon zuvor hatte der Politiker angedeutet, dass durch die alleinige Übernahme des Stadions die Kreditaufnahme des Landes um mindestens 46 Millionen Euro erhöht werden müsse.

Aufsichtsratschef Scholz widersprach derweil Darstellungen, nach denen Hertha 35 Millionen Euro Verbindlichkeiten drücken. Der 68- jährige Politiker gab die tatsächliche Höhe mit 10 bis 20 Millionen Euro an. Wirtschaftsprüfer Otto Schulz, Mitglied bei Hertha BSC, sieht nach eigenen Recherchen allerdings sogar eine aktuelle Insolvenzgefahr für die Hertha-Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Scholz verwies auf eine falsche Rechnung: Man müsse auch Gegenwerte gegenüber stellen, so sei der Wert der Mannschaft derzeit am Steigen.

Genaue Zahlen werden mit Spannung bei der Mitgliederversammlung des Clubs am 28. November erwartet. Als letzte offizielle Zahl ist ein Stand der Verbindlichkeiten bei Banken und Kreditinstituten zum 31. Dezember 2004 mit 17,29 Millionen Euro genannt worden. Bis auf Bayern München gibt es keinen Bundesliga-Club, der nicht knapp gestellt ist, räumte Scholz ein. Das habe bei Hertha zwei entscheidende Gründe: Einmal seien die TV-Gelder gesunken. Zum anderen habe Hertha im großen Stil in die Infrastruktur investiert.

Dass die Profis ihre September-Prämien verspätet erhalten haben, sei vor allem aus den fehlenden Einnahmen in der Sommerpause zu Stande gekommen, begründete Scholz, warnte zugleich vor Panikmache und forderte Geduld bei der sportlichen und wirtschaftlichen Entwicklung: Man sollte nicht leichtsinnig Dinge kaputt reden.


Werder-Spiel bei Ajax am 22. Februar
Torjäger Lima wohl für vier Jahre zu Hertha BSC
Von Schmidt bis Geyer: Die Gesichter der Hinrunde
Statistik der 2. Bundesliga - 29. Spieltag
Abschied
Kein Hinweis auf illegalen Kartenhandel in Paraguay
Essen feiert zweiten Saisonsieg: 2:0 gegen Saarbrücken
Änderung bei Argentiniens Startelf
Zwei Außenseiter greifen nach UEFA-Cup
Anklage im Wettskandal eingereicht

1955 | 1569 | 1514 | 1315 | 1191 | 13119 | 13033 | 13305 | 13358 | 13274 |