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Japan und Iran für WM 2006 qualifiziert | 2005-06-08


Tokio - Japan und Iran haben sich als erste Länder für die Fußball-WM 2006 in Deutschland qualifiziert. Das japanische Team von Nationaltrainer Zico gewann in Bangkok gegen Nordkorea mit 2:0 (0:0) und erreichte zum dritten Mal hintereinander ein WM-Championat.

Iran siegte in Teheran 1:0 (0:0) gegen Bahrain und ergatterte damit nach 1978 und 1998 ebenfalls zum dritten Mal ein WM-Ticket. Die WM, für die Gastgeber Deutschland als einziger der 32 Teilnehmer automatisch qualifiziert ist, findet vom 9. Juni bis 9. Juli statt.

Die Partie der Japaner fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Thailand statt, weil es zuletzt bei Heimspielen der Nordkoreaner zu Ausschreitungen gekommen war. In der Gruppe B der Asien-Qualifikation bauten die Ostasiaten (12 Punkte) ihren Vorsprung auf Bahrain (4) und Nordkorea (0) uneinholbar aus. Torschützen für die überlegene Japan- Team waren Atsushi Yanagisawa (73. Minute) und Masashi Oguro (89.).

Die mit den Bundesliga-Akteuren Mehdi Mahdavikia (Hamburger SV), Ferydoon Zandi (1. FC Kaiserslautern) und Vahid Hashemian (FC Bayern München) sowie dem künftigen Bayern-Profi Ali Karimi angetretenen Iraner (13) waren von Beginn an feldüberlegen. Es dauerte aber bis zur 48. Minute, ehe Mohammad Nosrati nach Zandis Freistoß per Kopf den umjubelten und verdienten Führungstreffer gegen die vom früheren Bundesliga-Profi Wolfgang Sidka betreute Bahrain-Auswahl erzielte. Am Ende wurden die Iraner, denen bereits ein Unentschieden für die WM-Teilnahme gereicht hätte, von den begeisterten Fans heftig umjubelt.

Die Fußball-Fans in Japan feierten auf den Straßen Tokios ausgiebig die WM-Qualifikation ihres Nationalteams, OK-Chef Franz Beckenbauer sandte aus Deutschland gleich seine Glückwunsche an den asiatischen Verband. Wir hoffen, dass wir ein Stück der Herzlichkeit und Gastfreundschaft zurück geben können, die wir bei der WM 2002 in Ihrem wunderbaren Land haben erfahren dürfen, schrieb der Präsident des Organisationskomitees (OK) und gratulierte aus Mönchengladbach auch in einem Interview des japanischen Fernsehens.

Ich habe nie daran gezweifelt, dass dieser Tag kommt, weil diese Mannschaft mehr hat als Strategie und Technik, vor allem Kampfgeist, sagte Nationaltrainer Zico nach dem keinesfalls berauschenden Erfolg über Fußball-Zwerg Nordkorea. Die Japaner sind nun die zweite feste Größe für die Auslosung der 32 Mannschaften in acht Vorrunden-Gruppen am 9. Dezember in Leipzig. Als einziger Teilnehmer ist Gastgeber Deutschland automatisch qualifiziert. Das WM-Eröffnungsspiel findet im nächsten Jahr in der Münchner Arena statt, das Finale wird im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Erstmals war der amtierende Weltmeister, die Auswahl Brasiliens, nicht direkt für das Turnier qualifiziert.

Doch zunächst wird es für die Japaner, die nach 1998 und 2002 zum dritten Mal nacheinander an einer WM-Endrunde teilnehmen, beim Confederations Cup ernst. Groß war die Freude natürlich bei Naohiro Takahara, Stürmer des Bundesligisten Hamburger SV. Deutschland ist mir ans Herz gewachsen, sagte der Angreifer. Für Takahara, der immer wieder betont hatte, dass die Weltmeisterschafts-Teilnahme sein großes Ziel sei, ging durch den Sieg ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung: Mit meinem Heimatland zur WM in mein aktuelles Zuhause.


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