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Lübeck Erster - Osnabrück beendet mit sieben Mann | 2005-10-02


Lübeck - Ein rekordverdächtiges Farben-Festival erlebte die Fußball-Regionalliga Nord am 12. Spieltag: Nach drei Gelb-Roten und einer Roten Karte stand der VfL Osnabrück am Ende des Spitzenspiels bei Rot-Weiß Essen noch zu siebt auf dem Platz.

Nach anfänglicher Führung unterlagen die von Schiedsrichter Thomas Metzen aus Erfstadt-Liblar dezimierten Gäste noch mit 1:2. Das habe ich in 20 Jahren nicht erlebt, schimpfte Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz, hier hat man mit Hochdruck daran gearbeitet, dass wir nicht gewinnen.

Alexander Löbe, der beide Tore für Essen erzielte, hielt dagegen und sagte zu den Fouls der Gäste: Da waren Aktionen dabei, da gab es über die Konsequenzen keinen Zweifel. Rot-Weiß-Coach Uwe Neuhaus wollte das Karten-Festival indes nicht kommentieren und meinte: Ich bin einfach nur froh über die drei Punkte. Für die Reaktion seines Kollegen Wollitz habe er aber Verständnis.

Essen rückte mit dem Sieg auf Platz drei vor, kam aber nicht an das Führungsduo heran. Denn Spitzenreiter VfB Lübeck gewann bereits gegen den Wuppertaler SV mit 1:0 und brachte den Westdeutschen damit die erste Auswärtsniederlage bei. Lübecks Verfolger Holstein Kiel gewann beim 1. FC Köln II mit 2:0.

Kickers Emden schoss beim 3:0 gegen Bayer Leverkusen II so viele Tore wie in allen fünf Heimspielen zuvor. Zugleich bleiben die Ostfriesen zum vierten Mal hintereinander ungeschlagen. Dagegen musste Aufstiegsanwärter FC St. Pauli die erste Heimniederlage hinnehmen. Die Hamburger verloren gegen den auswärtsstarken FC Carl Zeiss Jena mit 1:2. Die Leidenschaft war trotzdem da, lobte Trainer Andreas Bergmann zum Einsatzwillen seiner Elf. Jenas Coach Heiko Weber sagte: Am Anfang hatten wir etwas Glück, gewannen dann aber verdient.

Fortuna Düsseldorf gab mit einem 2:1 über Rot-Weiß Oberhausen die Rote Laterne an die Gäste weiter. Mit dem zweiten Saisonsieg kletterte die Fortuna gleich um fünf Ränge auf Platz 14. Marcus Feinbier, der beide Tore für Düsseldorf erzielte, trat aber auf die Euphoriebremse und meinte: Das war nur ein kleiner Schritt. Oberhausens Trainer Harry Pleß bekannte: Düsseldorf war uns individuell überlegen.


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