Hamburg - Franz Beckenbauer hat seine Forderung nach einer schnellen Beendigung der Auseinandersetzungen zwischen der Bundesliga und der deutschen Nationalmannschaft verschärft.
Es geht hier um ein Fußball-Ereignis, das wir in den nächsten 50 Jahren nicht mehr in Deutschland erleben werden. Da haben Eigeninteressen bis Juni 2006 mal zurück zu stehen, erklärte der WM-Chef in seiner Kolumne in der Bild-Zeitung. Beckenbauer riet jedoch auch Jürgen Klinsmann, alle Angriffspunkte zu beseitigen, das betreffe vor allem die Präsenz des Bundestrainers in Deutschland und in der Bundesliga.
Auch Teammanager Oliver Bierhoff forderte, die Kräfte zu bündeln und wies Vorwürfe zurück, der Austauch der Nationalmannschafts-Führung mit den Proficlubs sei nicht intensiv genug. Wir versuchen, Konflikte zu verweiden. Die Verbindung von Jürgen Klinsmann zu den Trainern ist optimal, bei mir mit den Managern sowieso. Ich stehe in ständigem Kontakt mit ihnen, betonte Bierhoff.
Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts wies im NDR-Fernsehen insbesondere die Kritik von Bundesliga-Trainern an den Fitness-Tests von Klinsmann zurück. Das ist nicht fair gegenüber Jürgen, sagte Vogts. Beim jüngsten Test vor dem Länderspiel gegen die Türkei (1:2) hätten die Spieler lediglich fünf Sprints über 30 Meter und einen Ausdauerlauf über 15 Minuten zu absolvieren gehabt. Das ist eine Belastung von maximal 40 Minuten, sagte Vogts. Wenn das einem Profi nicht zuzumuten sei und Kritik hervor riefe, sei das für ihn völlig unverständlich und nicht mehr nachvollziehbar.
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