Wolfsburg - Dank der Offensiv-Abteilung hat den VfL Wolfsburg unter seinem neuen Trainer Holger Fach mit einem schwer erkämpften 1:0 (1:0) über Aufsteiger Eintracht Frankfurt in die Erfolgsspur zurückgefunden.
Diego Klimowicz (3 Tore), Mike Hanke (2) und Andres DAlessandro (1) schossen die Wölfe zu sieben von neun möglichen Punkten aus der englischen Woche und zu einer erfreulichen Zwischenbilanz auf dem Weg ins angestrebte internationale Geschäft. Das war unser Minimalziel. Ich bin froh, dass wir das geschafft haben, meinte Torschütze Klimowicz.
Der Argentinier war mit seinem in der 35. Minute erzielten 43. Bundesliga-Treffer vor nur 17 121 Zuschauern einmal mehr der Matchwinner für die Niedersachsen und am Ende sichtlich geschafft. Das war heute ein ganz schweres Stück Arbeit, gestand der 30 Jahre alte Angreifer. Seine Truppe hatte wie schon vor Wochenfrist gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) eine mäßige Partie abgeliefert und hätte sich nicht wundern müssen, wenn erneut zwei Punkte verloren gegangen wären. Ich hatte in der zweiten Halbzeit erneut den Eindruck, dass meine Mannschaft Angst vor dem Gewinnen hat, resümierte Fach.
Dem 43 Jahre alten Fußball-Lehrer war nicht verborgen geblieben, dass sich der VfL trotz seiner nominell glänzend besetzten Offensive mit defensiv eingestellten Kontrahenten schwer tut. Das war noch nicht optimal. Wichtig aber waren die drei Punkte. So kann es nächste Woche weitergehen, sagte Hanke, der nach seinem Doppelpack beim 4:2 in Hannover diesmal trotz allen Bemühens leer ausging. Das kommende Programm hat es für die Wolfsburger in sich: Erst geht es zu den Bayern nach München, wo es für den VfL bisher nichts zu holen gab, und danach zum Bayern-Bezwinger HSV, dem momentan Flügel zu wachsen scheinen.
Auch Frankfurt erwartet mit Vizemeister Schalke 04 am kommenden Spieltag einen ganz harten Brocken. Nach dem Auftritt in Wolfsburg weiß offenbar niemand, wie Abstiegsplatz 17 ausgerechnet gegen den erstarkten Champions League-Teilnehmer wieder verlassen werden soll. Ich bin vor allem mit der Leistung in der ersten Halbzeit unzufrieden. Da haben einige, die vorher ihren Einsatz gefordert hatten, gezeigt, dass es richtig war, sie bisher draußen zu lassen, befand Trainer Friedhelm Funkel nach dem erneut erfolglosen Auftritt seiner personell geschwächten Elf.
Die Eintracht blieb auch im fünften Bundesliga-Anlauf in Wolfsburg ohne Punkt und Tor. Das wurmte Vorstandschef Heribert Bruchhagen mächtig. Ich habe bestenfalls ein, zwei Aktionen gesehen, in denen wir so gefährlich nach vorn gespielt haben, wie wir uns das vorgestellt hatten, kritisierte er ziemlich sauer. Nach nur drei Toren aus sieben Spielen geht die schwächste Offensive der gesamten Liga schweren Zeiten entgegen.
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