Mainz - Für das erste internationale Pflichtspiel im Ausland beim armenischen Vizemeister und Pokalsieger FC MIKA Aschtarak scheut der FSV Mainz 05 trotz des klaren 4:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel weder Mühen noch Kosten.
Gut geplant ist halb gewonnen. Geht es nach der Organisation, kann auf dem Weg in die nächste Runde nichts schief gehen, sagte Teammanager Axel Schuster vor der Abreise des Fußball-Bundesligisten zum Rückspiel der ersten Qualifikationsrunde im UEFA-Pokal. Rund 100 000 Euro verschlingt der knapp 28-stündige Aufenthalt in dem kaukasischen Staat, den die Mainzer nur eine Stunde nach Spielschluss schon wieder verlassen wollen.
Im 4000 Kilometer entfernten Eriwan stellte Schuster die Weichen für einen angenehmen Aufenthalt, als er vor drei Wochen mit Scout Peter Krawietz den Gegner im Spitzenspiel unter die Lupe nahm. Die armenische Hauptstadt mit 1,3 Millionen Einwohnern bietet Hotels mit europäischem Standard, in denen die 22 Mainzer Kicker, Trainerstab und Delegation durchaus gehoben logieren können. Wir hatten drei Hotels zur Auswahl, den Ausschlag gab die Küche, erzählte Schuster. Im gewählten Golden Palace steht nämlich ein Italiener am Herd. Er erfüllt unsere Wünsche, sagte Schuster. Mit Nudeln, Geflügelfleisch und Salat soll er die Energiespeicher der Mainzer Erstliga-Fußballer auffüllen.
Bei der Organisation stand Schuster eine einheimische Agentur zur Seite. Sie betreut die Nationalmannschaft des Landes und ist auch für den Auftritt der niederländischen Nationalmannschaft am 3. September in der WM-Qualifikation verantwortlich. Die stellen uns auch eine Dolmetscherin zur Verfügung, aber wir haben auch einen Übersetzer dabei, erklärte der Mainzer Reisemarschall, für den die Partie eine ganz normale Dienstreise ist. Von Abenteuer kann nicht mehr die Rede sein. Wir haben nur mehr Gepäck, meinte Schuster.
Die offizielle Delegation startete vom Flughafen Frankfurt-Hahn zum vierstündigen Flug in die armenische Hauptstadt. Rund 200 Anhänger folgten wenig später. Die Mainzer bezuschussten die Fan-Reise, die für weniger als 400 Euro angeboten werden konnte. Drangvolle Enge wie im Bruchwegstadion wird es im 15 000 Zuschauer fassenden Nationalstadion nicht geben. Wenn 5000 kommen, ist das viel, meinte Schuster. Eintrittskarten sind auch nicht nötig. Jeder Mainzer Fan hat freien Eintritt bei der Ausland-Premiere, der weitere Auftritte folgen sollen. Am 29. Juli wird am UEFA-Sitz in Nyon die zweite Qualifikationsrunde ausgelost.
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