Teheran - Karneval in Teheran: Als der 1:0-Sieg über Bahrain und die dritte WM-Qualifikation des Iran feststanden, gab es für die Fans kein Halten mehr.
Hunderttausende strömten auf die Straßen der Hauptstadt und feierten mit lautstarken Deutschland, wir kommen- und Iran, Iran-Rufen den Triumph ihrer Nationalelf. Laut Berichten von Augenzeugen nahmen zahlreiche Frauen sogar den obligatorischen Schleier ab und tanzten ausgelassen in den Gassen Teherans. Die Tanz-Einlagen gingen weit über die strengen islamischen Grenzen hinaus, berichteten Beobachter. Die Polizei hielt sich zurück, aber die Hauptstraßen und Plätze waren ohnehin mit feiernden Anhängern total blockiert. Nach persischer Tradition wurden wie immer bei feierlichen Anlässen kiloweise Süßigkeiten verteilt.
Auch die Elitekicker des Landes waren am Ziel ihrer Träume. Jetzt können wir der Welt endlich beweisen, dass wir auch mit der Weltelite mithalten können, sagte Bundesliga-Profi Mehdi Mahdavikia. Dazu ist es für mich besonders schön, meine zweite WM in Deutschland zu spielen, sagte der Mittelfeldmann des Hamburger SV. Teamkapitän Ali Daei glaubt, dass Iran bei der WM mehr als Außenseiter ist. Unser Ziel ist klar, wir wollen in die zweite Runde, stellte der frühere Stürmer von Bayern München und Hertha BSC Berlin fest. Nach dem Spiel nahm auch Staatschef Mohammad Chatami persönlich an den Feiern teil und übergab den Spielern verdientermaßen ihre Qualifikations-Prämie.
Iran hatte sich mit dem hochverdienten 1:0 (0:0)-Sieg gegen Bahrain als zweite Mannschaft nach Japan für die WM-Endrunde 2006 qualifiziert. Vor 70 000 Zuschauern im Teheraner Asadi Stadion erzielte Innenverteidiger Mohammad Nosrati (48. Minute) per Kopf den entscheidenden Treffer nach einem Freistoß von Ferydoon Zandi vom 1. FC. Kaiserslautern. Schon ein Unentschieden hätte dem Team des kroatischen Trainers Branko Ivankovic gereicht, um nach 1978 und 1998 die dritte WM-Teilnahme perfekt zu machen.
Großen Anteil am iranischen Erfolg hatten die Bundesliga-Legionäre Mahdavikia, Zandi sowie Vahid Hashemian (Bayern München) und der künftige Bayern-Profi und Asien-Spieler des Jahres Ali Karimi. Für iranische Experten ist die derzeitige Auswahl (Altersdurchschnitt: 27 Jahre) die beste der Verbandsgeschichte. Neben den Bundesliga-Profis hat Verteidiger Rahman Resaie bei Messina/Italien Auslandserfahrung. Auch Abwehrchef Jahja Golmohammadi, Verteidiger Hossein Kaabi und Mittelfeldmann Dschawad Nekunam könnten laut Ivankovic in Europas Top-Ligen mithalten. Der Kroate sieht auch ein Riesen-Potenzial innerhalb der Reservespieler, die unter seiner Leitung 2002 als U23-Team die Goldmedaille der Asien Spiele in Südkorea holte.
Hanke: Magath und einige Millionen reichen nichtAufsteiger Koblenz deklassiert Aalen mit 6:0Brasilien 1950: Uruguay schockt Samba-KickerSchalke inszeniert Gazprom-DealDie großen Duelle Italien-FrankreichSchalke wohl ohne Bordon in MönchengladbachLemerre bleibt bis 2008 in TunesienTopteams dicht beisammen - Bayern übernimmt SpitzeGladbach überrascht mit 2:0-Erfolg über StuttgartBlatter: Logistische Probleme bei WM 20101383 |
1777 |
1440 |
1099 |
1763 |
13474 |
13546 |
13028 |
13866 |
13358 |