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1. FFC Frankfurt vor Halbfinaleinzug beim UEFA-Cup | 2005-10-09


Frankfurt/Main - Mit starken Auftritten haben Cup- Verteidiger Turbine Potsdam und der deutsche Frauenfußball-Meister 1. FFC Frankfurt die Weichen für den Einzug in das UEFA-Pokal-Halbfinale gestellt.

Potsdam machte im Viertelfinal-Hinspiel mit dem 8:1 (2:1) beim isländischen Meister Valur Reykjavik schon alles klar. Den Frankfurterinnen genügt nach dem 1:1 (1:1) bei Arsenal London am 15. Oktober vor heimischer Kulisse bereits ein torloses Remis zum Weiterkommen.

Die Brasilianerin Christiane brachte Favorit Potsdam nach 18 Minuten in Front, Gudny Odinsdottir (38.) sorgte für den Ausgleich. Anja Mittag schockte die Gastgeberinnen jedoch mit der erneuten Potsdamer Führung in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Wiederum Anja Mittag (58.), Christiane (61.) und Conny Pohlers (64.) sorgten im zweiten Durchgang binnen sechs Minuten für die Entscheidung. Karolin Thomas (83.), Christiane (85.) mit ihrem dritten Treffer und Petra Wimbersky (88.) erzielten die übrigen Turbine-Tore.

Arsenal und Frankfurt lieferten sich auf dem unebenen Platz des Underhill Stadiums vor 976 Zuschauern dagegen einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Gäste in der ersten Halbzeit dominierten. Vor und nach dem 1:0 durch Sandra Smisek (24.) boten sich Gelegenheiten in Hülle und Fülle, die jedoch nicht genutzt wurden. Bei einem Pfostenschuss von Pia Wunderlich (33.) hatten die Frankfurterinnen zudem Pech.

Wir hatten die Chance, die Führung auszubauen, haben es aber leider versäumt, den Sack zu zumachen, erklärte Abwehrspielerin Steffi Jones. So kam der englische Titelträger in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Liane Sanderson zum Ausgleich und dadurch wieder ins Spiel. Wir wussten, dass dies kein einfacher Gegner ist und sie immer für ein Tor gut sind, sagte Jones. In der zweiten Hälfte war Arsenal dem Sieg näher, scheiterte aber immer wieder an Frankfurts überragender Torhüterin Marlene Wissink.

FFC-Trainer Hans-Jürgen Tritschoks war am Ende mit dem Ergebnis und der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Wir haben eine sehr, sehr gute Ausgangsposition und wollen diese Chance nutzen, sagte Tritschoks. Es war ein verdientes Unentschieden in einem tollen Kampfspiel, das von beiden Seiten offensiv geführt wurde. Wir haben hier ein Klassespiel abgeliefert und uns hervorragend verkauft. Das war Werbung für den Frauen-Fußball, lobte der Trainer. Dem Rückspiel sieht er mit Zuversicht entgegen. Da wollen wir als Sieger vom Platz gehen.


IN: Headhunter
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