Athen - In Griechenland diskutiert vor dem letzten WM- Qualifikationsspiel des Fußball-Europameisters gegen Georgien niemand mehr über eine theoretisch noch mögliche Teilnahme an der Endrunde in Deutschland - das Thema ist der Trainer.
Fans und Medien beschäftigen sich vielmehr mit der Frage, ob Otto Rehhagel Trainer der Hellenen bleibt. Beim Training im Karaiskakis-Stadion in Piräus demonstrierten etwa 300 Zuschauer für den deutschen Coach; sie riefen Otto bleib - Otto für immer in Griechenland. Die Athener Zeitung Kathimerini schrieb: Rehhagel muss für immer hier bleiben. Wir brauchen ihn und seine weltweite Ausstrahlung.
Rehhagel, den auch der griechische Verband zum Bleiben bewegen will, hält sich weiter bedeckt. Nein, ich habe mich nicht entschieden, sagte er. Vorrangig sei, das letzte Heimspiel gegen Georgien zu gewinnen. Alles andere werde man in den kommenden Tagen besprechen, so wie es sich gehört. Heute ist ein schöner Tag, fügte der Trainer auf griechisch hinzu und beendete die Pressekonferenz.
Zuvor hatte er die Fans aufgefordert, die EM-Helden ein letztes Mal zu ehren. Das Ende kommt. Wir müssen uns damit abfinden, schrieb Kathimerini. Die Griechen könnten mit einem Sieg über Georgien als Zweiter der Gruppe 2 noch die Playoff-Spiele erreichen, falls die Albaner in Tirana gegen die Türkei gewinnen und Dänemark in Kasachstan nicht über ein Remis hinaus kommt. Doch nicht nur beim Sportradio ERA-Sport hat man schon resigniert: Wunder solchen Ausmaßes kann es nicht geben, hieß es.
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