Düsseldorf - Die Fußball-Profis des 1. FC Köln und von Hannover 96 stehen in ihrem direkten Aufeinandertreffen an unter Druck. Aufsteiger Köln verlor fünf der zurückliegenden sechs Partien, die Gäste unterlagen zuletzt in drei von vier Bundesligaspielen.
FC-Coach Uwe Rapolder schwächte die Bedeutung des Duells allerdings ab: Da darf man sich nicht verrückt machen. Wir müssen zwei von den nächsten Spielen gewinnen. Ob das gegen Bayern München ist oder gegen Hannover, ist mir egal. Es ist kein Sechs-Punkte-Spiel.
Personell haben die Kölner mehr Probleme. Lukas Podolski ist vom Länderspiel gegen China noch angeschlagen, sein Einsatz ist fraglich. Verzichten muss Rapolder auf Matthias Scherz (Rot-Sperre) sowie die verletzten Profis Carsten Cullmann, Patrick Helmes und Markus Feulner, der sich zu Wochenbeginn einen Kreuzbandriss zuzog. Neuzugang Imre Szabics hat ebenso noch einen Trainingsrückstand wie Patrick Weiser.
Hannovers Chefcoach Ewald Lienen hat bei der Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte mehr Alternativen und setzt vor allem auf den Portugiesen Ricardo Sousa. Trotz noch vorhandener körperlicher Defizite soll Sousa in der Startformation stehen und das Kreativspiel der Niedersachsen beleben. Sollte bei den Kölnern Podolski mitwirken, will Lienen den 20-Jährigen dennoch nicht in Spezialbewachung nehmen lassen: Einen Podolski muss man mannschaftlich stören, nicht durch einen einzelnen Spieler.
Die Kölner bereiteten sich mit einem Kurz-Trainingslager auf die Partie vor, aus dem Rapolder positive Erkenntnisse gewann: Mit jedem Tag kam ein bisschen die Überzeugung zurück, dass wir Fußball spielen können. Die Mannschaft sei trotz der personell angespannter Situation in einem Zustand, ohne Angst und zu großen Frust in das Spiel zu gehen.
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