Mainz - Mit dem ersten Saison-Heimsieg hat der FSV Mainz Michael Skibbe das Trainer-Comeback in der Fußball-Bundesliga gründlich verdorben.
Bei seiner Rückkehr in die Eliteklasse nach fünf Jahren und acht Monaten kassierte Skibbe mit Bayer Leverkusen eine 1:3 (0:0)-Niederlage und konnte den Negativtrend beim Werksclub damit zunächst nicht stoppen. Vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion erzielten Petr Ruman (56./75.) und Michael Thurk per Foulelfmeter (61.) die Tore für die in allen Belangen überlegenen Gastgeber. Der eingewechselte Traquillo Barnetta (79.) besorgte den Ehrentreffer für die auf der ganzen Linie enttäuschenden Gäste.
Die Niederlage war verdient. Die Mainzer waren uns in puncto Aggressivität und Laufbereitschaft klar überlegen. Uns hat der Mut gefehlt, nach vorne zu spielen. Wir haben nur reagiert und sind dem Gegner 75 Minuten lang hinterher gelaufen, stellte Skibbe enttäuscht fest. FSV-Coach Jürgen Klopp konnte dagegen jubeln. Ich bin stolz auf die Truppe. Wir haben kreativ und flexibel gespielt, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Für uns war das heute die Bestätigung dafür, dass der Weg richtig ist, sagte Klopp.
Von Beginn an brannten die Hausherren ein Offensiv-Feuerwerk ab. Mit aggressivem Pressing kauften sie den Gästen den Schneid ab und ließen Bayer überhaupt nicht ins Spiel kommen. Schon zur Pause stand ein knappes halbes Dutzend Chancen für den FSV zu Buche, nur die Ausbeute war gleich Null. Auer scheiterte zwei Mal am gut aufgelegten Bayer-Torwart Hans-Jörg Butt (19./24.), der auch bei einem Kopfball von Ruman (34.) auf dem Posten war. Ein schöner Distanzschuss von Mittelfeldregisseur Antonio da Silva (30.) verfehlte das Leverkusener Tor ebenso knapp wie zwei Versuche von Ruman (33./36.).
Die Gäste wirkten in vielen Situationen lethargisch und ließen den nötigen Biss vermissen. Abstimmungsprobleme in der Abwehr, Ideenlosigkeit im Mittelfeld und Harmlosigkeit im Angriff kennzeichneten das Bayer-Spiel. Nur zwei Mal geriet das Mainzer Tor vor der Pause in Gefahr. Der zumindest kämpferisch überzeugende Manndecker Juan köpfte nach einer Ecke unbedrängt weit am Gehäuse vorbei (24.), Bernd Schneider scheiterte an Dimo Wache (44.).
Nach dem Wechsel änderte sich zunächst nichts am Spielverlauf. Mainz bestimmte weiter das Tempo und drückte mit Macht auf die Führung. Bei einem Treffer von Auer (48.) jubelten die Fans noch vergeblich, weil Schiedsrichter Felix Brych zu Recht auf Abseits entschied. Acht Minuten später war es dann doch so weit, als ein von Roque Junior abgefälschter Ruman-Schuss im Bayer-Tor einschlug. Der FSV setzte sofort nach und wurde für seine Bemühungen mit dem 2:0 belohnt. Thurk verwandelte einen von Athirson an Ruman verwirkten Foulelfmeter.
Erst danach wachten die Gäste auf. Bei einem Kopfball von Roque Junior (66.) rettete Benjamin Weigelt auf der Linie, der Ex-Mainzer Andrej Woronin scheiterte mit einem Solo an Wache. Als Ruman per Kopf auf 3:0 erhöhte, war die Partie entschieden. Danach ließ Mainz die Zügel schleifen und die Gäste besser ins Spiel kommen.
HSV verpflichtet Ex-Schalker Emile MpenzaDie 44. Bundesliga-Saison in ZahlenNedved-Comeback in Tschechien Nationalelf perfektFinalfreudenAuch England mit Notelf im Wembley-StadionEins gegen EinsBayern geben Schalke-Jagd nicht aufLincoln: Einbürgerung nicht meine IdeeSprüche vom 2. Spieltag der Fußball-BundesligaWM-Sicherheit : Südafrika will Flugzeuge einsetzen1686 |
1871 |
1911 |
1147 |
1812 |
13474 |
13177 |
13157 |
13290 |
13280 |