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Lübeck mit 2:6-Debakel - Kiel neuer Tabellenführer | 2005-10-16


Leipzig - Der VfB Lübeck ist der große Verlierer des 13. Spieltages in der Fußball-Regionalliga Nord. Mit 2:6 kamen die Norddeutschen ausgerechnet beim bisherigen Tabellen-16. Bayer Leverkusen II unter die Räder und büßten erstmals in dieser Saison Platz eins ein.

Neuer Spitzenreiter ist Holstein Kiel dank eines unerwartet deutlichen 4:1-Erfolges gegen den FC St. Pauli. Mit 31 Punkten liegen die Kieler zwei Zähler vor Lübeck. Dritter bleibt Zweitliga-Absteiger Rot-Weiß Essen.

Mit großem Selbstvertrauen trat Lübeck in Leverkusen an. Trainer Stefan Böger ließ sein Team mit drei Angreifern auflaufen. Doch die Taktik ging nicht auf. Im Gegenteil: Der VfB kassierte mit dem blamablen 2:6 die erste Saisonniederlage und die höchste Pleite seit dem 1:5 Ende Februar beim VfL Wolfsburg II. Nach so einem desaströsen Spiel ist der Trainer immer das ärmste Schwein, sagte Böger deprimiert. Sichtlich enttäuscht war auch Abwehrspieler Rouven Schröder: Wir können uns nur damit trösten, dass es nächste Woche weitergeht.

Glücklich waren hingegen die Kieler, die den Erfolg im Nordderby ausgelassen feierten. Michael Molata hatte die Gastgeber mit einem Doppelschlag in der 15. und 19. Spielminute in Führung gebracht und damit die Hamburger aus dem Konzept gebracht. Den frühen Rückstand konnte meine Mannschaft nicht mehr wegstecken, erklärte St. Pauli-Trainer Andreas Bergmann.

Weiter für positive Akzente sorgt Aufsteiger Carl Zeiss Jena. Die Thüringer feierten mit dem 2:1 über den Hamburger SV II ihren dritten Sieg hintereinander. Hinter dem punktgleichen Hertha BSC Berlin II (23), der Neuling Kickers Emden mit 3:1 bezwang, gehört Jena als Fünfter weiter der Spitzengruppe an.

Landesrivale Rot-Weiß Erfurt tut sich hingegen weiter schwer in der dritten Liga. Der Zweitliga-Absteiger verpasste trotz einer 2:1-Führung den fünften Saisonsieg und musste sich mit einem 2:2 bei Preußen Münster begnügen. Trotzdem war Trainer Pawel Dotschew nach dem ersten Auswärtspunkt erleichtert. Das Team hat sich sehr gut verkauft. Wir sind auswärts etwas verunsichert und uns fehlt das Selbstvertrauen. Ich bin froh, dass wir die Negativserie endlich unterbrochen haben und auswärts gepunktet haben, sagte der Bulgare.

Am Tabellenende hat der Chemnitzer FC einen wichtigen Erfolg verbucht. Die Sachsen gewannen glücklich mit 1:0 gegen Werder Bremen II und verbesserten sich vom 17. auf den 15. Rang. Noch dahinter rangieren Fortuna Düsseldorf (1:1 beim Wuppertaler SV), Bremen II, der 1. FC Köln II (0:2 beim VfL Osnabrück) sowie Schlusslicht Rot- Weiß Oberhausen.


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