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Werder will mit Schaaf und Allofs verlängern | 2005-10-18


Udine - Der Zeitplan für die Zukunft ist gesteckt. Bundesliga-Tabellenführer Werder Bremen will den Vertrag mit Trainer Thomas Schaaf nach Abschluss der Hinrunde verlängern.

Wir setzen uns in der Winterpause zusammen, das hat bei Werder Tradition, sagte Geschäftsführungs-Mitglied Manfred Müller vor dem Champions-League-Spiel in Udine. Zudem will der Club auch Klaus Allofs längerfristig binden, denn der Fußball-Lehrer und der Manager haben sich für den Bundesligisten in den vergangenen Jahren als Traum-Duo erwiesen.

Wie groß die Wertschätzung des Duos ist, lässt sich - neben den vielen Komplimenten - auch an den Gerüchten und Spekulationen erkennen. Vor zwei Jahren standen beide angeblich gemeinsam vor einem Wechsel zu Bayer Leverkusen, vor wenigen Wochen wurde Allofs als Hoeneß-Nachfolger bei Bayern München gehandelt. Solche Geschichten kommen immer mal wieder, kommentierte Müller: Das zeigt die Anerkennung für sie. Das Double im Jahr 2004, die zweite Qualifikation für die Champions League in Folge und die damit möglich gewordene Verpflichtung von Topspielern wie Miroslav Klose oder Torsten Frings sind vor allem Verdienste der kongenialen Partner.

Das ist aber kein Selbstgänger, sagt Allofs zu den anstehenden Verhandlungen mit Schaaf. Der Trainer habe schließlich seine eigenen Vorstellungen. Der erfolgreiche Fußball-Lehrer ist seit 1972 im Verein und arbeitet seit 1999 als Chefcoach der Profis. Zuletzt verlängerte der 44-Jährige seinen Kontrakt im Januar 2004 bis zum Ende der jetzt laufenden Saison.

Schaaf gilt als der personifizierte Werderaner. Er hat aber schon mehrmals gesagt: Ich kann mir vorstellen, auch mal woanders zu arbeiten. Allofs ist dennoch guter Hoffnung, seinen wichtigsten Kollegen halten zu können. Grundsätzlich glaube ich, dass er seine Zukunft bei Werder sieht.

Allofs selber hat seine eigene Perspektive deutlich gemacht. Der als Sportdirektor zur Geschäftsführung gehörende Ex-Profi will bei Werder bleiben. Als vor einigen Tage die Gerüchte aufkamen, dass Bayern München an ihm interessiert sei, dementierte er nach einem Tag Bedenkzeit. Das ist für mich überhaupt kein Thema. Es gibt in dieser Sache keine Kontakte nach München, ließ der bis 2007 vertraglich in Bremen gebundene Manager verlauten. Ich habe bei Werder noch sehr viel vor, und ich fühle mich in Bremen sehr wohl.

Der 48-Jährige darf sich dennoch geschmeichelt fühlen. Wir haben ein gutes Verhältnis zu den Bayern und wissen aus Gesprächen, dass die uns sehr genau beobachten, berichtete Allofs. Auch er betrachtet es als Wertschätzung unserer Arbeit, wenn solche Gerüchte aufkommen. Er hat in Bremen noch viel zu tun. Zu seinen nächsten Aufgaben gehören die geplanten Vertragverlängerungen mit Spielern wie Ivan Klasnic und Nelson Valdez. Dazu gehören aber auch die Vertragsgespräche mit seinem Partner Schaaf.


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