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DFL-Chef Rauball hofft auf zweiten Pay-TV-Anbieter | 2007-08-09


München - Nach dem Scheitern von arena hofft der neu gewählte Liga-Präsident Reinhard Rauball auf neue Konkurrenz für den einzig verbliebenen Pay-TV-Anbieter Premiere.

Vielleicht gibt es eine Überraschung, sagte der Chef der Deutschen Fußball Liga zur Übertragung der Bundesliga im Bezahl-Fernsehen in einem Interview der Süddeutschen Zeitung.

Wer sagt denn, dass es nur einen Bieter für die Pay-TV-Rechte geben wird? Bei einer künftigen Monopolstellung von Premiere werden sinkende Einnahmen für die Vereine befürchtet. Der laufende TV- Abschluss gilt nur noch für die kommenden beiden Spielzeiten. Rauball hatte bei seiner Wahl die Unterstützung aller 36 Erst- und Zweitligisten erhalten.

Wir wünschen uns alle bei den Vereinen und der DFL mehr Einnahmen aus dem TV-Bereich, wir wollen natürlich Wachstum, stellte der Präsident von Borussia Dortmund klar. Letztlich sei es aber immer eine Frage des Marktes, welche Preise erzielbar seien. Auch das Verhältnis zwischen den Bundesliga-Übertragungen im frei empfangbaren Fernsehen und dem Pay-TV sei ein komplexes Thema und müsse für den neuen, von der Saison 2009/10 an gültigen Vertrag ausverhandelt werden. Es muss für uns ein Paket herauskommen, bei dem alle Einzelaspekte optimal zusammenpassen. Man muss dann sehen, auf welche Einnahmen man eventuell verzichten will und kann und auf welche nicht, sagte Rauball weiter.

Zurückhaltend reagierte der neue DFL-Präsident auf die Forderung des FC Bayern-Vorstandschefs Karl-Heinz Rummenigge, bei der Verteilung der TV-Gelder künftig nicht mehr so sehr sozialistisch wie bisher vorzugehen. Es ist das Recht jedes Vereins, dass er für sich versucht, das meiste und das Beste herauszuholen. Man kann niemandem den Mund verbieten, sagte Rauball. Ich denke aber, dass es eine Frage der Disziplin ist, dies dann intern zu diskutieren, im Vorstandskreis der DFL.


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