Göteborg - Nach dem glanzlosen, aber erfolgreichen Kür-Auftakt in Göteborg hatte es Hertha BSC besonders eilig, zurück zur Bundesliga-Pflicht zu kommen. Der Charterflieger der Cimber Air brachte Spieler, Funktionäre und Begleiter des Hauptstadtclubs schon eine halbe Stunde eher als vorgesehen aus Südschweden nach Berlin zurück.
Jede Stunde zählt jetzt, erklärte Hertha-Coach Falko Götz mit dem Hinweis auf eine nur 46-stündige Regenerationszeit bis zum Meisterschafts-Heimspiel gegen Mainz 05. Die Berliner wollen nach zwei Bundesliga-Pleiten, die heftige interne Differenzen ausgelöst hatten, auch im für sie wichtigsten Wettbewerb zurück in die Erfolgsspur.
Neben dem nackten 1:0-Resultat bei Halmstads BK nahm Götz vom Start in die UEFA-Pokal-Gruppenphase die Hoffnung mit zurück, dass die jüngste Krisensitzung zu Wochenbeginn als reinigendes Gewitter gewirkt haben könnte. Es war wichtig, dass wir gerade bei den schwierigen Bedingungen kämpferisch dagegen gehalten, Leidenschaft gezeigt haben und wieder als Team aufgetreten sind, kommentierte der Hertha-Chefcoach das schmucklose Spiel.
Die Aufgaben werden nicht leichter. Und Mainz ist garantiert stärker als Halmstad, erklärte Nationalspieler Arne Friedrich. Für Friedrich ist mit dem Sieg in Göteborg auch der Krach zwischen Superstar Marcelinho und den Kollegen beendet. Der Vorfall ist jetzt gegessen. Wir haben versucht, kompakter zu spielen und jeden Einzelnen wieder einzubeziehen. Das ist schon ganz gut gelungen, auch wenn es nicht schön aussah. Gegen Mainz wird zwar Marcelinhos brasilianischer Landsmann Gilberto weiter verletzt fehlen, dafür stehen Niko Kovac und Marko Pantelic aber wieder bereit. Das ist ein wichtiges positives Zeichen, wertete Manager Dieter Hoeneß die Rückkehr zum bedingungslosen Teamwork.
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