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Bremen vom CL-Einzug überzeugt | 2005-08-23


Bremen - Mit flinken Füßen und flotten Sprüchen zurück in die Königsklasse: Fußball-Bundesligist Werder Bremen ist trotz der 1:2-Hinspielpleite felsenfest davon überzeugt, gegen den FC Basel wie im Vorjahr in die Champions League einzuziehen.

Es ist nur Basel, nicht Chelsea oder Arsenal. Wir kommen weiter, verkündete der ansonsten eher zurückhaltende neue Abwehrchef Petri Pasanen. Der Finne weiß natürlich, dass ein Tor reichen würde, wenn er mit seinen Abwehrkollegen keinen Gegentreffer zulässt. Verlassen kann man sich darauf aber nicht, und deshalb hat Werders Abteilung Attacke mehr versprochen. Wir werden uns auf einem 1:0 ganz bestimmt nicht ausruhen, sagte Ivan Klasnic. Er freut sich, dass sein Sturmpartner Miroslav Klose nach überstandener Oberschenkelzerrung an seine Seite zurückkehrt. Diesmal müssen wir gleich die erste Gelegenheit nutzen, forderte der Nationalspieler, der mit seinem späten Tor im Hinspiel für Werders ordentliche Ausgangsposition gesorgt hatte.

Auf dem so erfolgreich in die Saison gestarteten K&K-Duo ruhen auch die Hoffnungen von Torsten Frings, wenn er verspricht: Wenn ein Tor nicht reicht, dann schießen wir eben drei. Das erwartet Trainer Thomas Schaaf aber auch, denn ein Scheitern in der Qualifikation würde schon frühzeitig Abstriche an den hoch gesteckten Saison-Zielen des viermaligen deutschen Meisters zur Folge haben. Es ist Wurst, wer Favorit ist, auch die Statistiken sind egal. Basel führt mit 2:1, und wir wollen das drehen, lautete die klare Kampfansage des 44 Jahren alten Fußball-Lehrers.

Schaaf hatte nach der Genesung von Klose und seines Mittelfeld-Chefs Johan Micoud - beide fehlten beim 3:1 im DFB-Pokal in Wattenscheid - sowie von Patrick Owomoyela keine offene Personalie mehr. Werder kann in Bestbesetzung antreten, nachdem sich auch Nationalspieler Patrick Owomoyela gesund im Mannschaftstraining zurückgemeldet hat. Der Verteidiger hatte sich am vergangenen Wochenende einen Pferdekuss zugezogen. Das bestärkt Pasanen: In der Defensive haben wir gegen Mainz sehr gut gespielt und gegen Wattenscheid gut gestanden, warum sollten wir am Mittwoch nicht dort weitermachen?

Das hoffen auch die Werder-Fans, von denen offensichtlich viele die Partie lieber vom heimischen TV-Sessel aus verfolgen wollen. Am Vormittag vor dem Spiel waren noch mehr als 10 000 Karten zu haben. Aber Schaaf hat Verständnis für die Zurückhaltung: Ich weiß auch, dass die Tickets Geld kosten, das nicht immer locker in der Tasche sitzt.

Werders Kontrahent wird 1000 Fans mit an die Weser bringen, die von ihrem FCB einen ähnlich erfolgreichen Fußball fordern wie im Hinspiel oder beim 7:2 beim FC Aarau am vergangenen Spieltag in der Schweizer Super League. Wir können auch in Bremen gewinnen, glaubt Trainer Christian Gross. Er muss zwar auf Mladen Petric (Muskelfaserriss) verzichten. Dafür greift Torjäger Cristian Gimenez, der Basel in der vergangenen Saison mit 27 Treffern zur Meisterschaft geschossen hat, wieder an.


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