Leverkusen/Cottbus - Die fünfte Erstliga-Saison wird für den selbst ernannten Fight-Club Energie Cottbus zur Zerreißprobe.
Mit dem Bundesliga-Start bei Bayer Leverkusen steht nicht nur die neu formierte Elf, von vielen Experten wieder als Abstiegs-Kandidat Nummer 1 gehandelt, ohne die nach Wolfsburg abgewanderten Top-Scorer Radu und Munteanu auf dem Prüfstand. Auch die gerade für den Underdog FC Energie so wichtige Allianz zwischen Trainer, Management, Führungsetage und Fans wackelt.
Das ist doch wie im Kindergarten. Der Mannschaft geht das auf den Sack, beschrieb Kapitän Timo Rost mit drastischen Worten die Stimmung der Profis zur Dauerfehde zwischen Chefcoach Petrik Sander und dem mächtigen Präsidenten Ulrich Lepsch, die kurz vor Saisonstart wieder neue Nahrung erhielt.
Der Clubchef hat Sander besonders übel genommen, dass dieser vor Wochen die nicht zu Stande gekommene Vertragsverlängerung verärgert öffentlich gemacht hatte. Der Coach musste sich dem Diktat des Geldes beugen, nur ein Teil des 4,7-Millionen-Euro-Erlöses aus dem Verkauf des in der Vorsaison so wichtigen Rumänen-Duos wurde in zwölf neue Spieler investiert. Auch in Personalfragen liegen Lepsch, Sander und Manager Steffen Heidrich längst nicht immer auf einer Wellenlänge. Der Präsident hat jüngst nochmals die Lagerbildung beschrieben. Laut Heidrich müssten der Streit unbedingt geschlichtet und die Dinge geklärt werden, aber ob sie geklärt werden können, ist die Frage.
Sander, der mit seinem 18-Mann-Kader schon Richtung Leverkusen aufgebrochen war, wollte sich zu all den Nebenschauplätzen nicht weiter äußern: Das spricht wohl alles für sich. Auf Stanislaw Angelow, der nach langem Transfer-Streit mit Lewski Sofia vom Weltverband FIFA freigegeben wurde, verzichtet der Trainer bei Bayer 04 noch, da der 29 Jahre alte Defensivmann kein Testspiel für Energie bestreiten durfte. Energie hatte sich wochenlang mit Sofia über eine Ausstiegsklausel gestritten, nach der Angelow für 180 000 Euro die Bulgaren verlassen durfte. Mit der Freigabe bestätigte die FIFA diese Klausel.
Mit dem Dänen Dennis Sörensen und Efstathios Aloneftis aus Zypern werden wohl nur zwei Neuzugänge in Sanders Startelf stehen. Im Tor setzt der Trainer weiter auf den 38 Jahre alten Tomislav Piplica, was in der Vorstandsetage ebenfalls nicht unumstritten ist. Manager und Präsident werden erst am Spieltag dem Team nachreisen.
Thun und Villarreal vor schweren DebütsDie TV-Zeiten der WM-SpieleDeisler wohl kommende Woche wieder im TrainingPSG soll verkauft werden - Präsident suspendiertLessiger TypStromausfall verzögerte Bundesliga-StartBorussia fühlt sich in Frankfurt betrogenNeuer Präsident der MetroStarsFavoriten bleiben im Pokal unter sich1860-Trainer schreibt Aufstieg fast ab1930 |
1760 |
1132 |
1797 |
1960 |
13480 |
13827 |
13741 |
13008 |
13066 |