Stuttgart - Beim VfB Stuttgart hängt nach dem trostlosen UEFA-Cup-Sieg gegen NK Domzale der Haussegen schief - auch wenn Erwin Staudt sich demonstrativ vor Giovanni Trapattoni stellte. In ungewohnt scharfer Form hatte der Präsident am Abend zuvor die Spieler kritisiert.
Er forderte vor der Partie beim Bundesliga-Schlusslicht FSV Mainz 05: Ich will sehen, dass sich die Mannschaft zusammenreißt und zeigt, dass sie Männer sind. Die Standpauke Staudts stand in krassem Gegensatz zum Urteil Trapattonis, der zufrieden äußerte: Ich habe heute eine richtige Mannschaft gesehen.
Nachdem das Team unter dem italienischen Trainer keine sichtbaren Fortschritte macht, wird die Situation immer angespannter. Wichtig ist jetzt, dass wir nicht die Nerven verlieren und alle an einem Strang ziehen, sagte Sportdirektor Herbert Briem. Der Außenwirkung ihrer Aussagen wurden sich Präsident und Trainer wohl bewusst, so dass sie am Tag danach demonstrativ den Schulterschluss übten. Entgegen seiner sonstigen Gepflogenheiten erschien Staudt zur Pressekonferenz.
Wir sind in diesem Geschäft nicht nachtragend, sagte er. Ich möchte nur eines haben: Eine Truppe, die Leistung mit Leidenschaft zeigt und einen Enthusiasmus, wie es der Trainer vorlebt. Es sei auch verständlich, dass sich Trapattoni an so einem kritikschwangeren Abend vor die Mannschaft stelle, um sie zu schützen.
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