Dortmund - Borussia Dortmund hat mit einem 2:0-Pfichtsieg gegen Arminia Bielefeld den drohenden Absturz in untere Tabellenregionen abgewendet.
Jan Koller (26. Minute) und Ebi Smolarek (83.) mit seinem fünften Saisontor entschieden vor 62 100 Zuschauern das vor allem in der ersten Halbzeit einseitige Westfalen-Derby auf dürftigem Niveau. Nach dem zweiten Saisonsieg und vor dem anstehenden Auswärtsspiel beim Tabellenletzten FSV Mainz darf sich Dortmund langsam nach oben orientieren. Dagegen rutschte Bielefeld nach der zwölften Auswärts-Niederlage in Serie Richtung Abstiegszone.
Wir haben in der ersten Halbzeit überhaupt keinen Rhythmus gefunden und waren viel zu passiv, sagte Arminia-Trainer Thomas von Heesen, der zahlreiche Verletzungsausfälle nicht als Entschuldigung gelten lassen wollte: Wir hatten noch zwei Riesenchancen. Da muss man aus zwei Metern auch mal das Tor treffen. Der überragende Koller fühlte sich nach einer Woche Trainingspause frisch. Außerdem ist die letzte Saison in Dortmund für mich eine Extra-Motivation, sagte der scheidende Stürmer. Jetzt haben wir das Spiel in Mainz, das müssen wir unbedingt gewinnen.
Koller hatte sich nach einer Darmerkrankung genau wie Christoph Metzelder (Rückenprobleme) erst kurz vor dem Anpfiff fit gemeldet und Trainer Bert van Marwijk damit eine große Sorge genommen. Der Niederländer traf dennoch eine überraschende Personalentscheidung, indem er den zuletzt starken David Odonkor auf der Bank ließ und Lars Ricken aufstellte. Der Mittelfeldspieler bedankte sich für das Vertrauen mit der Vorarbeit zu Kollers zweitem Saisontor. Beide waren auch an der ersten Großchance des Spiel beteiligt, doch Rickens schönen Flankenball setzte der Tscheche an die Lattenunterkante (7.).
Die Halbzeitführung der Gastgeber vor der Saison-Minuskulisse war verdient, wenngleich Dortmund gegen den Tabellennachbarn spielerisch nicht überzeugen konnte. Doch die Borussen waren nach der 2:3- Niederlage in Bremen bemüht und hatten gegen einen harmlosen Gegner auch leichtes Spiel. Von Heesen hatte nach dem 0:0 gegen Kaiserslautern Tobias Rau für Roberto Pinto und Massimilian Porcello als einzige Spitze aufgeboten, doch diese taktische Maßnahme machte sich nicht bezahlt. Die Gäste kamen bis zur Pause kaum aus der eigenen Hälfte heraus, von einer echten Torchance ganz zu schweigen.
Dortmund agierte dennoch vorsichtig, denn in vier von fünf Spielen in dieser Saison hatte die Borussia eine Führung verspielt. Und tatsächlich gaben die Bielefelder nach Wiederanpfiff ihre Zurückhaltung auf und kamen durch Sibusiso Zuma (51.) und Michael Fink (53.) zu zwei zwei dicken Chancen. Erst sieben Minuten vor Schluss nahm der polnische Torjäger Smolarek den BVB-Fans die Angst vor einem neuerlichen späten Gegentreffer.
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