Rostock - Fußball-Zweitligist FC Hansa Rostock hat die erste Etappe im Stufenplan von Trainer Frank Pagelsdorf gemeistert, dagegen hinkt Alemannia Aachen dem eigenen Masterplan etwas hinterher.
Das war der erste Schritt. Jetzt müssen wir in Burghausen nachlegen, sagte der Hansa-Coach nach dem wichtigen 1:0-Sieg. Der Fußballlehrer peilt bis zur Winterpause die oberen Tabellenränge an und will in der Rückrunde noch einmal die Aufstiegsplätze angreifen. Seine Mannschaft ist zwar seit drei Spielen ungeschlagen, steht jedoch weiter auf einem Abstiegsplatz.
Aachens Trainer Dieter Hecking hat den Bundesliga-Absteiger von der Ostsee trotz des momentanen Tabellenrangs noch nicht im Aufstiegsrennen abgeschrieben: Rostock kann mit dem Potenzial noch rankommen. Die Defensive steht stabiler, und die Stürmer können einem wehtun. In der Liga ist es zudem so, dass keine Mannschaft vornweg läuft.
Der eigenen Marschtabelle, die den Weg zum Bundesliga-Aufstieg absteckt, läuft Aachen dagegen etwas hinterher. Wir müssen jetzt gegen Fürth gewinnen, um unserem Marshallplan nicht noch weiter hinterher zu rennen, forderte Sportdirektor Jörg Schmadtke, dessen Mannschaft mit einem Sieg gegen die Hanseaten auf einen Aufstiegsplatz geklettert wäre.
Trotz der Niederlage lobte Hecking sein Team, das sich viele Torchancen erspielte und über weite Strecken das Spiel bestimmte. Leider fehlte uns die Durchschlagskraft. Aber in Sachen Einsatz und Kampfgeist kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir hätten einen Punkt verdient gehabt, betonte der 41-Jährige und ist sich sicher: Wenn wir auswärts weiter so spielen, werden wir dafür sicherlich auch belohnt.
Dass Aachen die achtstündige Heimreise im Bus ohne einen Punkt antreten musste, lag an Antonio di Salvo. Der Rostocker Stürmer erzielte mit seinem dritten Saisontreffer in der 16. Minute das entscheidende Tor. Wir müssen aus unseren Chancen mehr Tore machen. Ich hoffe, wir haben uns die Tore für das nächste Spiel in Burghausen aufgehoben, meinte di Salvo. Dort müssen die Rostocker jedoch auf Miso Brecko verzichten. Der slowenische Nationalspieler sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (80.) und ist gesperrt.
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