Duisburg - Walter Hellmich, Präsident des Fußball-Bundesligisten MSV Duisburg, hat kein Verständnis für die Forderung des Liga-Konkurrenten 1. FC Nürnberg, das Spiel beider Clubs wiederholen zu lassen.
Die Nürnberger tun sich mit dem Einspruch keinen Gefallen. Wo sollen denn Grenzen gezogen werden, wenn jede Spielsituation beim Sportgericht hinterfragt wird, kommentierte Hellmich den beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) angekündigten Protest der Franken wegen eines nicht anerkannten Treffers beim 0:1.
Hellmich gibt den Ambitionen der Nürnberger wenig Erfolgsaussichten: Es ist nicht bewiesen, dass der Ball hinter der Linie war. Aus der gezeigten Kamera-Perspektive lässt sich absolut nicht herleiten, dass der Ball drin war. Dazu braucht man eine Torraumkamera, und die gibt es nicht, sagte der MSV-Präsident über die Szene in der 8. Minute, als der Nürnberger Markus Daun vermeintlich das 1:0 erzielte. Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Duisburgs Cheftrainer Norbert Meier ist ebenfalls skeptisch: Wenn man so anfängt, muss man jede Woche Spiele wiederholen, weil irgendwo ein Elfer nicht gegeben oder ein Abseitstor anerkannt wird.
Die auf den 18. Tabellenplatz abgerutschten Nürnberger hatten den Sportanwalt Christoph Schickhardt (Ludwigsburg) mit der Prüfung eines Einspruchs beim DFB beauftragt. Das für das Verfahren zuständige DFB-Sportgericht hat den MSV Duisburg um eine Stellungnahme gebeten, die morgen vorliegen muss.
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