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Zidane hört keine Stimmen - Keine Mystik | 2005-08-10


Madrid - Das wollte Zinedine Zidane unbedingt klarstellen. Der französische Fußballstar hört keine mysteriösen Stimmen aus dem Jenseits oder sonst woher.

Auch die Stimme, die ihm eines Nachts zur Rückkehr in die Nationalmannschaft geraten haben soll, habe mit Mystik und Religion nichts zu tun gehabt, sagte Zizou. Und: Ich habe nur mit meinem Bruder gesprochen.

Der 33 Jahre alte Profi von Real Madrid fühlte sich nach einem Interview mit der Zeitschrift France Football missverstanden. Im Trainingslager der Königlichen in Irdning in Österreich rief er die Reporter zusammen und betonte: Ich hatte mit meinem Bruder bis in die Nacht gesprochen. Eigentlich hatte ich gewollt, dass niemand davon erfuhr. Mein Bruder ist eine Vertrauensperson von mir.

Zuvor hatte der dreimalige Weltfußballer des Jahres bei den Real-Fans ungläubiges Kopfschütteln ausgelöst. Seinen Entschluss zur Rückkehr in die Nationalelf hatte er so erläutert: Eines Nachts wachte ich um 3.00 Uhr morgens auf und sprach mit jemandem ... Ich hatte so etwas wie eine Offenbarung: Ich wollte zurück zu meinen Ursprüngen. ... Ich musste dieser Stimme gehorchen.

So mancher Real-Anhänger fragte sich: Was ist in Zidane gefahren? Einige Kommentatoren machten sich über die sonderbaren Erklärungen lustig. Die Zeitung El Periódico de Catalunya witzelte: Nach zwei Jahren ohne Titel vertraut sich Real Madrid übernatürlichen Mächten an. Es erinnerte daran, dass Reals Vize Emilio Butragueno seinen Clubchef Florentino Pérez als ein höheres Wesen bezeichnet hatte.

Handelte es sich bei der Erscheinung gar um Pérez?, fragte das in Barcelona erscheinende Blatt scherzhaft. Kolumnist Tomás Guasch vom Sportblatt As hielt dagegen: Niemand von Real kann Zidane um 3.00 Uhr morgens erschienen sein, nicht einmal um 3.00 Uhr nachmittags. Denn den Madrilenen dürfte es kaum gefallen, dass Ihr Star künftig auch wieder für die Blauen spielen wird. Bei der Erscheinung könne es sich schon eher um den Ex-Clubchef des FC Barcelona, Joan Gaspart, gehandelt haben, das größte Schreckgespenst eines jeden echten Real-Anhängers.

Zidane selbst erklärte die Aufregung um sein Comeback damit, dass sein Interview in Spanien nicht richtig verstanden worden sei. Er hatte nach der EM 2004 seinen Rückzug aus der Nationalelf erklärt. In der vorigen Woche machte er einen Rückzieher. Nun will er die Franzosen zur WM 2006 nach Deutschland führen.


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