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Kölner Frust nach Pokal-Pleite gegen Offenbach | 2005-08-21


Offenbach - Offenbach im Himmel - Köln am Boden. Das 1:3 (1:0)in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals stürzte den so überzeugend in die Saison gestarteten Bundesliga-Rückkehrer in die erste große Enttäuschung. Wir haben einiges aufzuarbeiten, kündigte FC-Trainer Uwe Rapolder ernste Gespräche an.

Die mit zwei Siegen in der 2. Liga erfolgreichen Kickers schwimmen dagegen weiter auf der Euphoriewelle. Wir haben die Partie eindrucksvoll umgebogen, freute sich Offenbachs Coach Hans-Jürgen Boysen über das Husarenstück. Gleiches war den Kickers bereits im DFB-Pokalfinale von 1970 gelungen, das sie gegen Köln mit 2:1 gewonnen hatten

Ganze 15 Minuten brauchten die Hessen, die bisweilen pomadigen Kölner in die Knie zu zwingen. Ausgangspunkt des rheinischen Unheils war der Platzverweis für Andrew Sinkala nach einem rüden Einsteigen gegen Regis Dorn. Das war die Schlüsselszene, erkannte Rapolder, so geht das mit dem Jungen nicht. Er ist zu unbeherrscht. Wir werden reden müssen. Bereits beim 3:2 der Kölner beim VfB Stuttgart war der Sambier mit Gelb-Rot vom Platz geflogen.

Die Zornesfalten seines Trainers hätte Markus Feulner glätten können, doch frei vor Torhüter Sead Ramovic vergab der Mittelfeldmann seinen zweiten Torerfolg nach dem 1:0-Führungstreffer (29. Minute). Das war für uns das Startsignal, sagte Boysen. Qualid Mokhtari glich aus (65.), Suat Türker verwandelte einen Handelfmeter zur Vorentscheidung (72.). Kölns Debakel komplettierte Christian Rahn mit einem Heber ins eigene Tor (86.).

Wir hatten Ramovic und auch Glück, frohlockte Kickers-Coach Boysen, für den der Klassenerhalt Priorität behält. Präsident Dieter Müller, der seine besten Profi-Zeiten im FC-Dress erlebte, wünscht sich für die nächste Pokalrunde wieder ein Heimspiel. Wir sind nicht auf Rosen gebettet, können die Einnahmen gut gebrauchen.

Kölns Nationalstürmer Lukas Podolski blieb internationale Klasse schuldig. Zwei frühe Fouls und die Gelbe Karte ließen ihn zum Buhmann der Kickers-Fans werden. Nach der vergebenen Chance zum 2:0 sind wir regelrecht zusammengebrochen, klagte Prinz Poldi. Rapolder hakte die Niederlage ab und blickte voraus. Gegen den 1. FC Kaiserslautern müssen wir uns anders präsentieren. Da reicht es nicht, nur das Nötigste zu tun.


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