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5:1 bei Stuttgarter Kickers: HSV spart Kraft | 2005-08-21


Stuttgart - Die Pokalhürde war kaum genommen, da richteten sich die Blicke des Hamburger SV schon auf das zweite UI-Cup-Endspiel beim FC Valencia. Beim spanischen Meister von 2004 will der Fußball- Bundesligist nach dem 1:0 im Hinspiel den Einzug in den UEFA-Pokal perfekt machen.

Die Generalprobe im DFB-Pokal beim Regionalligisten Stuttgarter Kickers hatten die Hanseaten mit einem erst in der Schlussphase souveränen 5:1-Sieg bestanden. Ich bin froh, dass heute alle Spieler gesund vom Platz gekommen sind, sagte HSV-Trainer Thomas Doll. Der in der Halbzeitpause ausgewechselte Stürmer Benjamin Lauth habe am Knöchel wohl nur eine Prellung.

Der Auftritt von Dolls Profis vor 8220 Zuschauern Stuttgarter Gazistadion wirkte zunächst sehr überheblich. In der ersten Hälfte sind wir in bestimmten Situationen fast eingeschlafen, sagte Doll, der niederländischen Abwehrspieler Khalid Boulahrouz nach dem Länderspiel-Einsatz gegen Deutschland ebenso geschont hatte wie den Angreifer Emile Mpenza. Wir haben versucht, so viel Kraft wie möglich zu sparen, begründete der zweifache Torschütze Sergej Barbarez die lasche Vorstellung. Der 34-Jährige hatte den Siegtreffer gegen Valencia erzielt, ist aber im Rückspiel gesperrt.

In Stuttgart brachte der Stürmer den HSV per Kopf in Führung (13.). Doch nach dem Ausgleich durch einen Foulelfmeter von Mirnes Mesic (45.) schien kurzzeitig eine Sensation möglich zu sein. Erst als der Kickers-Kapitän in der 55. Minute eine weitere Großchance vergeben hatte, nahm der HSV das Zepter in die Hand. Timothee Atouba (69.), die eingewechselten Naohiro Takahara (76.) und Mehdi Mahdavikia (83.) sowie erneut Barbarez mit einem Foulelfmeter (79.) trafen noch zum Kantersieg. Als wir die Sache zu Ende bringen wollten, haben wir zugeschlagen, erklärte Barbarez.

Das Erstrunden-Aus des HSV im vergangenen Jahr nach dem vom damaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer manipulierten Spiel beim SC Paderborn war da schon längst vergessen. Stattdessen hoffen die Hanseaten nach dem zehnten Pflichtspielsieg nacheinander auf Millionen-Einnahmen im UEFA-Pokal. Zwar fand auch Doll, dass der Sieg das ein oder andere Tor zu hoch ausgefallen ist. Doch man habe auch beim Drittligisten die neue Klasse seiner Mannschaft gesehen: Wir hatten Geduld und haben die Ruhe bewahrt, sagte der 39-Jährige. Auch das stimme ihn optimistisch für Valencia.


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