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Basler tobt nach Aus und attackiert Schiedsrichter | 2005-08-21


Regensburg - Ex-Nationalspieler Mario Basler hat nach dem Ausscheiden mit dem SSV Jahn Regensburg aus dem DFB-Pokal Schiedsrichter Markus Schmidt verbal heftig attackiert und muss daher wohl mit einer Bestrafung durch den Deutschen Fußball-Bund rechnen.

Die Schiedsrichter haben einen Heiligenschein. Man darf nichts gegen sie sagen, sonst wird man gesperrt. Aber diesen Schiedsrichter sollte man sofort aus dem Verkehr ziehen, sagte der Teammanager des bayerischen Regionalligisten nach dem 1:3 n.V. (1:1, 0:1) gegen Alemannia Aachen.

Basler unterstellte Referee Schmidt, die Rote Karte für Grover Gibson (102. Minute) vorzeitig angekündigt zu haben. Zudem solle er dem Jahn-Spieler auf dem Platz gesagt haben, nie einen Elfmeter für ihn zu pfeifen. Schmidt dementierte nach der Partie diese angeblichen Äußerungen. Dennoch blieb Basler auch noch am Sonntag bei seinen Anschuldigungen. Irgendetwas in dieser Richtung wird er dem Spieler schon gesagt haben.

Zudem habe der Schiedsrichter von der ersten bis zur letzten Minute alles falsch gemacht, sagte Basler. Selbst Aachens Trainer Dieter Hecking räumte nach dem Erstrundensieg ein: Für uns war es ein glückliches Pokalende. Bei einem Foul von uns im Strafraum hätte es Elfmeter für Regensburg geben müssen.

Schiedsrichter Schmidt hatte nach Schlusspfiff das Jahn-Stadion nur unter Polizeischutz verlassen können. Basler kündigte an, dass der SSV Jahn den Stuttgarter Referee künftig ablehnen werde. In jedem Spiel unter ihm haben wir mindestens eine Rote Karte bekommen. Da kann doch irgendwas nicht stimmen. Dieser Mann braucht dringend eine Pause vom Fußball, wetterte Basler.

Eine mögliche Bestrafung für seine Äußerungen durch den DFB werde er nicht akzeptieren. Dann werde ich mir einen Rechtsanwalt nehmen und juristisch dagegen vorgehen. Wenn ich bestraft werden würde, müsste man diesen Schiedsrichter lebenslang sperren, sagte der 36- Jährige.

Ein Konflikt mit dem DFB wäre für Basler nichts Neues. Erst vor einigen Wochen hatte der Verband den Antrag auf eine Spielerlizenz des Ex-Profis von Werder Bremen und Bayern München abgelehnt. Zudem verlangt der DFB weiterhin, dass Basler seinen Trainerschein macht.


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