Hamburg - Dietmar Hamann und Robert Huth stehen nicht im DFB-Aufgebot für die Länderspiele in der Slowakei und gegen Südafrika. Bundestrainer Jürgen Klinsmann zog damit die personellen Konsequenzen aus der enttäuschenden Vorstellung beim 2:2 in den Niederlanden.
Stattdessen berief der 41-Jährige die jeweils erst 19 Jahre alten Abwehrspieler Marcell Jansen (Borussia Mönchengladbach) und Lukas Sinkiewicz (1. FC Köln) in seinen 21-köpfigen Kader, der sich ab dem 30. August in Berlin auf die beiden Testspiele in Bratislava (3. September) und Bremen (7. September) vorbereitet.
Didi bleibt die nächsten Wochen in England, damit er beim FC Liverpool erst mal seinen Rhythmus findet, kommentierte Klinsmann aus seiner kalifornischen Wahlheimat in einer vom DFB verbreiteten Erklärung die Nichtberücksichtigung Hamanns, der gegen die Niederländer nach über einjähriger Abstinenz in die Nationalelf zurückgekehrt war und nicht überzeugen konnte. Der beim FC Chelsea kaum noch eingesetzte Huth wurde zur U 21 zurückgestuft. Er hat noch körperlichen Nachholbedarf und braucht dringend Spielpraxis, begründete Klinsmann die Maßnahme.
Dagegen erhalten die bisherigen Junioren-Nationalspieler Jansen und Sinkiewicz die Chance zur Bewährung, es wären die Debütanten Nummer zehn und elf in der gut einjährigen Klinsmann-Ära. Der Kölner Innenverteidiger Sinkiewicz zeige schon seit längerem hervorragende Leistungen in der U 21 und beim 1. FC Köln, attestierte Klinsmann. Jansen soll auf der linken Abwehrseite, wo seit der Kreuzband-Verletzung von Philipp Lahm personeller Notstand herrscht, getestet werden. Wie bereits angekündigt kehren die in Rotterdam nicht berücksichtigten Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger ins DFB-Aufgebot zurück, ebenso der Bremer Patrick Owomoyela.
Dagegen wird der Brasilianer Lincoln, der den Wunsch der Einbürgerung geäußert hatte, keine Einladung von Klinsmann erhalten. Obwohl er sicherlich eine sportliche Verstärkung wäre, sind wir nach reiflicher Überlegung zu der Entscheidung gekommen, sein Angebot abzulehnen, da ein engerer Bezug von Nationalspielern zu Deutschland bestehen sollte, als dies bei Lincoln der Fall ist, erklärte Manager Oliver Bierhoff.
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