UI-Cup: Der lange Weg in den Europapokal | 2005-08-23
Valencia - Der UEFA-Intertoto-Cup (kurz UI-Cup) ist ein langer und steiniger Weg in den Fußball-Europapokal. Maximal zehn Spiele müssen in dem seit 1995 existierenden Wettbewerb absolviert werden, ehe im Erfolgsfall die Teilnahme am UEFA-Cup feststeht.
Hervorgegangen ist der UI-Cup aus dem seit 1961 existierenden Intertoto-Cup, der den nationalen Anbietern von Sportwetten ein weiteres Geschäftsfeld in der fußballlosen Sommerzeit eröffnet hatte. Bislang schafften es vier deutsche Mannschaften, sich über den UI-Cup für den UEFA-Pokal zu qualifizieren: Vorreiter war der Karlsruher SC (1996). Es folgten Werder Bremen (1998) sowie je zwei Mal der VfB Stuttgart (2000 und 2002) und der FC Schalke 04 (2003 und 2004). In dieser Saison erreichte der Hamburger SV gegen den FC Valencia das Finale (Hinspiel 1:0).
Die UI-Cup wird seit 1996 in drei Pools mit drei Finals (Hin- und Rückspiel) ausgetragen. Alle drei Sieger sind für den UEFA-Cup qualifiziert. Dass der Weg durch die Hintertür in das europäische Fußball-Geschäft nicht zweitklassig sein muss, bewies Girondins Bordeaux. Die Franzosen wurden in der Saison 1995/96 erst im UEFA-Cup-Finale von Bayern München gestoppt.
Für den diesjährigen Finalisten Hamburger SV ist es die vierte UI-Cup-Teilnahme. Schon einmal erreichte der frühere Europapokalsieger die Endspiele: 1999 verloren die Hanseaten gegen den SC Montpellier nach einem 1:1 im Hinspiel schließlich mit 1:4 nach Elfmeterschießen. Zwei Mal war im Halbfinale Endstation: 1998 gegen den SC Bastia (0:1, 1:1 n.V.), 2004 gegen den FC Villareal (0:1, 0:1).