dpa: Die deutsche Nationalmannschaft hat sich als Gruppensieger für das Halbfinale beim Confederations Cup qualifiziert. Wie fällt Ihr Zwischenfazit aus?
Mayer-Vorfelder (DFB-Präsident): Ich bin sicherlich sehr zufrieden. Wenn man mir vorher gesagt hätte, wir werden Gruppenerster, hätte ich gesagt, willst du mal den Puls fühlen. Und man hat sich auch nicht irgendwie reingemogelt, sondern gut gespielt. Es ist definitiv besser als in der Zeit vor Klinsmann, es ist exzellent.
dpa: Aber mit einem Sieg gegen eine große Fußball-Nation hat es wieder nicht geklappt.
Mayer-Vorfelder: Es geht ja nicht darum, gegen einen Großen jetzt unbedingt gewinnen zu müssen. Es ist doch gut, einem Großen Paroli bieten zu können. Es ist ja nicht so, dass wir früher immer alle Großen geschlagen haben. Gegen Brasilien, wann haben wir denn da zuletzt gewonnen, das war doch vor meiner Zeit.
dpa: Wie beurteilen Sie die Arbeit von Jürgen Klinsmann und seinem Team, speziell die Torwart-Rotation?
Mayer-Vorfelder: Sie machen viele Dinge, die man so nicht kennt und nicht erwartet, und das finde ich toll. Alle Maßnahmen muss man bis jetzt einfach als gut bezeichnen. Tatsache ist, dass beide Torhüter seitdem ihre Leistungen verbessert haben. Lehmann hat zur alten Stärke zurückgefunden. Ich mische mich da nicht ein. Das ist Sache der Trainer, und ich bin froh, dass ich kein Trainer bin.
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