München - Bochum siegt brasilianisch, Freiburg und München erfüllen ihre Pflicht und Rostock blamiert sich. Die Aufstiegskandidaten der 2. Fußball-Bundesliga sind mit unterschiedlichen Ergebnissen aus den Startlöchern gekommen.
Mit dem VfL Bochum, der mit dem 4:0 beim 1. FC Saarbrücken an die Tabellenspitze stürmte, unterstrichen auch der SC Freiburg mit dem 2:1 gegen Wacker Burghausen und der TSV 1860 München mit dem gleichen Resultat bei Angstgegner LR Ahlen ihre Aufstiegsambitionen.
Mit-Favorit Hansa Rostock erlitt gleich am 1. Spieltag einen Dämpfer und erwischte mit dem 1:2 gegen Aufsteiger Kickers Offenbach einen überraschenden Fehlstart. Offenbach war aggressiver und geistig beweglicher, das hat uns gefehlt. Wir waren nicht nah genug am Mann und hatten zu viele Ballverluste, kritisierte Hansa-Coach Jörg Berger und stellte vor dem Gastspiel in München fest: Wir müssen noch viel arbeiten und verbessern. OFC-Trainer Hans- Jürgen Boysen strahlte nach dem verdienten Erfolg. Wir standen gut in der Abwehr, haben das Tempo hochgehalten. Ich bin stolz.
Mit Ausnahme der Offenbacher mussten alle Neulinge Lehrgeld zahlen. Eintracht Braunschweig (1:2 in Cottbus), die Sportfreunde Siegen (0:2 in Karlsruhe) und der SC Paderborn (0:3 in Unterhaching) gingen leer aus. Beim KSC trafen Danny Schwarz und Giovanni Federico, in Haching Babacar NDiaye, Necat Aygün und Christoph Teinert. Die Partie des FC Erzgebirge Aue gegen Alemannia Aachen beschließt den Saisonauftakt.
Der VfL Bochum erteilte Saarbrücken eine bittere Lektion. Der Brasilianer Edu als zweifacher Torschütze und sein Landsmann China, der an drei Treffern beteiligt war, machten Trainer Marcel Koller besonders viel Freude. Ein Sieg im ersten Spiel ist immer sehr wichtig. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen, sagte der Schweizer.
In Rostock war Offenbach die klar bessere Mannschaft und ein verdienter Sieger, aber Hansa ging zunächst durch Antonio di Salvo (26.) in Führung. Nach Offenbachs erstem Zweitliga-Tor durch Lars Weißenfeldt (60.) machte Thomas Wörle (87.) die Überraschung perfekt. Wenig Glanz strahlten die Freiburger aus, bei denen der 21-jährige Alexander Walke Routinier Richard Golz (37) im Tor ablöste. Eine durchschnittliche Leistung und die Tore von Soumaila Coulibaly (33.) und Roda Antar (83.) reichten zum Sieg.
Nach zwei Pleiten gegen Ahlen in der vergangenen Saison kam Reiner Maurer dank des späten Siegtreffers von Torjäger Michal Kolomaznik (89.) an der dritten Niederlage seiner Amtszeit als 1860-Trainer vorbei. Nach Ahlens Führung durch Jan Velkoborskys (15.) gelang Rodrigo Costa (60.) nach einem Fehler von LR-Torwart Pacal Borel der Ausgleich für München. Es war ein glücklicher, aber verdienter Sieg. Wir haben erst in der zweiten Halbzeit unser wahres Gesicht gezeigt, sagte Maurer.
Dank des späten Foulelfmetertreffers von Barbaros Barut (90.) feierte Fürth einen erfolgreichen Einstand. Trainer Benno Möhlmann bescheinigte seiner Mannschaft eine tolle Moral, aber im spielerischen Bereich müssen wir uns verbessern. In Cottbus spitzte sich unterdessen der Streit um Youssef Mokhtari zu. Der Marokkaner kündigte am Sonntag im Rundfunk Berlin-Brandburg (RBB) an, nicht mehr für die Lausitzer spielen zu wollen. Vor dem Spiel gegen Braunschweig hatte er wegen psychischer Probleme seinen Einsatz verweigert.
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