München - Schon vor dem Startschuss zur Champions League dürfen sich die drei deutschen Teilnehmer Bayern München, Schalke 04 und Werder Bremen zusammen über umgerechnet 24,2 Millionen Euro aus dem Prämientopf der Europäischen Fußball-Union (UEFA) freuen.
Der deutsche Meister FC Bayern verbucht dabei vor Beginn der Vorrunde (13./14. September) 9,7 Millionen Euro, Vizemeister Schalke 8,3 Millionen und der letztjährige Bundesliga-Dritte Bremen nach der erfolgreichen Qualifikation gegen den FC Basel immerhin noch 6,2 Millionen Euro. Alle drei Bundesligisten dürfen jeweils mit einem zweistelligen Millionen-Betrag in der Champions League rechnen.
Die ersten Zahlen ergeben sich aus dem Verteilungsverfahren der UEFA, die wie in der vergangenen Saison umgerechnet rund 413 Millionen Euro an die 32 teilnehmenden Vereine ausschüttet. Das Geld, das die einzelnen Clubs in der Champions League verdienen, ergibt sich aus Start- und Erfolgsprämien sowie länderabhängigen Zahlungen aus dem so genannten Marktpool. Titelgewinner FC Liverpool war in der vergangenen Saison mit 30,46 Millionen Euro der Spitzenverdiener. Das Bundesliga-Trio führte der FC Bayern als Viertelfinalist mit 18,28 Millionen Euro vor Bremen (16,99 Mio) und Bayer Leverkusen (13,40 Mio) an, die beide im Achtelfinale ausgeschieden waren.
In der Vorrunde erhält jeder der 32 Vereine aus Startgeld und Spielprämien 3,5 Millionen Euro. Bis zu zwei Millionen Euro lassen sich mit sechs Siegen in den sechs Spielen der Gruppenphase hinzu verdienen. Der Titelgewinner kann maximal auf 18 Millionen Euro an Startgeldern und Prämien aus dem UEFA-Topf kommen.
Zu den Prämien kommen Zahlungen aus dem so genannten Marktpool. Dessen Höhe richtet sich nach den TV-Geldern, die aus jedem Land für die Übertragungsrechte bezahlt werden. Rund 27,4 Millionen Euro befinden sich im deutschen Marktpool. Diese werden - je nach Erfolg - an Bayern, Schalke und Bremen ausgeschüttet. (Zum Vergleich: Der TV-Pool für die englischen Clubs ist mit rund 56 Millionen Euro doppelt so hoch).
50 Prozent aus dem deutschen Marktpool (13,7 Mio) werden nach dem Abschneiden in der vergangenen Bundesliga-Saison ausgeschüttet: Der FC Bayern erhält als deutscher Meister 45 Prozent (6,2 Mio), Schalke als Zweiter 35 Prozent (4,8 Mio) und Bremen als Bundesliga-Dritter 20 Prozent (2,7 Mio). Dazu kommen die 3,5 Millionen Euro Startgeld.
Die verbleibenden 13,7 Millionen Euro aus dem Marktpool werden nach der Anzahl der Spiele verteilt, die jeder der drei Clubs in der kommenden Champions-League-Saison bestreitet. Also: Wer von Bayern, Schalke und Bremen am weitesten kommt, kassiert auch am meisten.
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