Fürth - Der TSV 1860 München hat sich Platz eins in der 2. Fußball-Bundesliga zurückerobert. Zum Abschluss des dritten Spieltags reichte den Löwen im Derby bei Greuther Fürth ein 2:2 (1:1), um das Kurzgastspiel der Sportfreunde Siegen an der Tabellenspitze zu beenden.
Torben Hoffmann (19.) und Marcel Schäfer (69.) hatten vor 10 900 Zuschauern die Münchner, die nach zwei Siegen den ersten Minuspunkt in dieser Saison kassierten, jeweils in Führung gebracht. Nach dem 1:1 durch Christian Timm (43.) bewahrte Barbaros Barut (86./Handspiels) Fürth vor der zweiten Saisonniederlage. 1860-Stürmer Paul Agostino (85.) sah vor Fürths Ausgleich wegen Handspiels die Rote Karte.
Hansa Rostocks neuer Coach Frank Pagelsdorf erlebte beim 2:3 gegen Eintracht Braunschweig eine bittere Heimkehr, und an der Saar ging der Einstand von Interimscoach Fritz Fuchs gründlich daneben. Der 1. FC Saarbrücken blamierte sich beim 0:3 gegen Aufsteiger Sportfreunde Siegen und bleibt mit null Punkten und null Toren Tabellenletzter. Die Moral ist nicht intakt. Der Riss in der Mannschaft ist viel tiefer, als ich gedacht hatte, sagte Fuchs.
Auch Aufsteiger SC Paderborn gelang eine faustdicke Überraschung und schloss mit dem 2:1 bei Energie Cottbus punktgleich zum Tabellendritten Dynamo Dresden auf, das mit dem 4:1 die Erfolgsserie von Kickers Offenbach beendet hatte. Hinter dem fünftplatzierten Braunschweig verbesserten sich Alemannia Aachen (2:1 in Unterhaching) und der SC Freiburg (2:0 gegen Erzgebirge Aue) auf die Plätze sechs und sieben. Den ersten Saisonsieg feierte Wacker Burghausen mit dem 1:0 beim Karlsruher SC.
Am Tag der Aufsteiger war Siegen der große Sieger. Sven Lintjes (52./69.) und Miroslav Spizak (84.) erzielten die Treffer für den Neuling aus Süd-Westfalen und verschärften die Krise bei den Saarländern, die noch keinen einzigen Treffer auf dem Konto haben. Die größte Chance des FCS vergab Matthias Hagner (71.), als er mit einem Foulelfmeter an Siegens Torhüter Adnan Masic scheiterte.
Nach dem torreichen Auftakt mit 14 Treffern in drei Partien dauerte es bei der Fortsetzung der dritten Spielrunde mit fünf Spielen 35 Minuten, ehe Marcel Ndjeng in der Partie Cottbus gegen Paderborn die Ladehemmung beendete. Erneut Ndjeng (55.) besiegelte die erste Saisonniederlage der Lausitzer. Lars Jungnickel (70.) gelang nur noch der Anschlusstreffer.
Ein Tor in der ersten Halbzeit fiel auch in Unterhaching, wo Chrisoph Teinert (44.) die SpVgg gegen Aachen in Führung brachte. Am Ende aber hatten die Alemannen durch die Tore von Jan Schlaudraff (55.) und Sascha Rösler (73.) die Nase vorne. Die Platzverweise von Stefan Frühbeis (Unterhaching) und Christian Fiel (Aachen) waren die unrühmlichen Höhepunkte einer zerfahrenen Partie.
Nach den Entlassungen von Jörg Berger in Rostock und Horst Ehrmanntraut in Saarbrücken dürfte es vorerst keinen weiteren Trainerwechsel geben. Ronald Schmidt (76.), der mit einem Foulelfmeter Burghausens Sieg beim KSC sicherstellte, schoss Trainer Markus Schupp vorläufig aus der Kritik. In Freiburg sorgten die Torschützen Soumaila Coulibaly (65.) und Rade Antar (78.) für Ruhe.
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