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Lübeck behauptet Spitze - Osnabrück rutscht aus | 2005-09-04


Leipzig - Der VfB Lübeck behauptete am 7. Spieltag seine Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga Nord. Die Lübecker kamen zu Hause zu einem glücklichen 2:1-Sieg über Zweitliga- Absteiger Rot-Weiß Erfurt.

Dagegen musste Aufstiegsanwärter VfL Osnabrück seinen zweiten Rang an Holstein Kiel abtreten. Die Osnabrücker unterlagen beim Chemnitzer FC mit 1:2, Kiel gewann beim FC Carl Zeiss Jena mit 2:0.

Den Anschluss an das Spitzenduo verloren hat vorerst Rot-Weiß Essen. Der Zweitliga-Absteiger unterlag im einzige Sonntagspiel bei Hertha BSC Berlin II mit 0:1. Der Berliner Ante Covic besiegelte vor 933 Zuschauern mit seinem Treffer in der 15. Minute die zweite Auswärtsniederlage für Essen. Die Hertha-Reserve, die in der Schlussphase Sofian Chahed (85.) mit einer Rote Karte wegen Tätlichkeit verlor, rückte auf Platz sechs direkt hinter Essen vor.

Der Treffer zum 2:1 für die Lübecker fiel erst in der Schlussminute durch einen Foulelfmeter von Christian Möckel. Zuvor hatte vor allem der ehemalige Erfurter Enrico Neitzel etliche gute Torchancen gegen seinen alten Club vergeben. Die muss ich natürlich nutzen, dann läuft das schon eher für uns, sagte der 28-jährige Stürmer. Lübecks Trainer Stefan Böger quittierte den Sieg mit einem Vergleich: Im vorigen Jahr hätten wir so ein Spiel remis beendet.

Kiels Coach Frank Neubarth freute sich über den fünften Saisonsieg seiner Mannschaft und lobte die Abwehr. Hinten haben wir besonders gut gestanden, sagte er nach dem 2:0 in Jena. Die Thüringer warten weiter auf den ersten Heimerfolg. Dagegen konnte der Chemnitzer FC diesen Makel ablegen. Ausgerechnet gegen den bisherigen Tabellenzweiten VfL Osnabrück gewannen die Sachsen mit 2:1. Ich denke, das war heute ein Befreiungsschlag, sagte Torschütze Thorsten Görke. Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz war im Gegensatz dazu aufgebracht, weil er vor Görkes Elfmeter ebenso wie vor dem zweiten Chemnitzer Treffer falsche Schiedsrichter-Entscheidungen ausgemacht hatte. Ich kann dem Gegner diesmal nicht zum Sieg gratulieren, weil er nicht korrekt war, schimpfte Wollitz.

Rot-Weiß Oberhausen läuft immer mehr Gefahr, durchgereicht zu werden. Diesmal setzte es für die Mannschaft von Trainer Harry Pleß ein 0:4-Heimdebakel gegen den Hamburger SV II. Mit dem gleichen Resultat musste sich überraschend auch Preußen Münster dem Wiederaufsteiger SG Wattenscheid 09 beugen.


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