Köln - Das Werben des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München um Jungstar Lukas Podolski ist beim Kölner Vereinschef Wolfgang Overath auf heftige Kritik gestoßen.
Man sollte darüber nicht dauernd öffentlich spekulieren, das kann nicht spurlos an Lukas vorüber gehen, sagte der Präsident des Aufsteigers 1. FC Köln der Münchner Abendzeitung. Das schadet dem Jungen doch nur.
Mit dem ganzen Theater tut man dem Jungen keinen Gefallen, mahnte Overath. Er ist ein hochtalentierter Fußballer, der aber erst am Anfang seiner Karriere steht. Den Hype, der seit dem Confed-Cup in ganz Deutschland herrscht, den erlebt er hier in Köln schon seit einem Jahr. Wenn es so weiter geht, kommt er damit irgendwann nicht mehr klar. Zudem habe Podolski einen Vertrag bis 2007, sagte Overath. Die ganze Debatte erledigt sich vielleicht ohnehin bald, wenn Lukas hier um ein paar Jahre verlängert, weil er hier daheim ist.
Auch Kölns Manager Andreas Rettig hat das Vorgehen des FC Bayern attackiert: Es überrascht mich nicht, dass mittlerweile auch der FC Bayern das große Talent von Lukas erkannt hat, sagte er der Kölnischen Rundschau. Es überrascht mich aber schon, wie unverhohlen gesagt wird, dass sie den Spieler holen. Das ist eine Art und Weise, die uns überhaupt nicht gefällt.
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