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DFB: Schluss mit Streit Bierhoff contra Rummenigge | 2005-06-03


München - Die Spitzenfunktionäre des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben Nationalteam-Manager Oliver Bierhoff und Bayern Münchens Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge aufgefordert, ihren Konflikt zu beenden.

Mit Streitereien in den Zeitungen werden wir nicht Weltmeister, sagte der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger der Zeitung Die Welt. Wenn immer wieder irgendjemand auf den anderen losgeht, dann entsteht ein Erscheinungsbild, das ich sehr bedaure und dem Image des deutschen Fußballs nicht gerecht wird, meinte der 59-Jährige weiter.

Wir haben eine Weltmeisterschaft vor Augen, da kann es nicht sein, dass wir über jede Kleinigkeit in der Öffentlichkeit eine große Diskussion entfachen, meinte auch der für die Nationalmannschaft zuständige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Der 72-Jährige ergriff jedoch Partei für Bierhoff, der nach dem Eröffnungsspiel der Allianz Arena das Verhalten der Bayern-Fans gegenüber DFB-Torhüter Jens Lehmann und Spielern des FC Schalke 04 kritisiert hatte.

Es war für jeden im Stadion ersichtlich, dass Jens Lehmann nicht fair behandelt worden ist. Das ist insbesondere deswegen bedauerlich, weil das Nationalteam auf Wunsch des FC Bayern in München gespielt hat, sagte Mayer-Vorfelder weiter. Und ergänzte: Ich verstehe vollkommen, dass Oliver Bierhoff sich in dieser Situation vor den Spieler stellt. Das ist seine Aufgabe.

Der Verbandschef kündigte deshalb eine Aussprache zwischen dem DFB und dem FC Bayern an. Wir werden rund um den Konföderationen-Pokal Gelegenheit finden, zusammen mit den Verantwortlichen der Bayern ein Gespräch zu führen, damit wir die Dinge beilegen, die da offensichtlich bestehen. Werner Hackmann forderte beide Parteien nach dem Ballyhoo auf, die Situation zu beruhigen; andernfalls befürchte er mit Blick auf das Eröffnungsspiel bei der WM 2006 unschöne Begleiterscheinungen, meinte der Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL). Bierhoff reagierte auf Rummenigges Drohung (Sonst passiert hier bald mal etwas) verwundert. Es wäre traurig, wenn das ernst gemeint ist. Das wäre überzogen, sagte er.

Für Missfallen in der DFB-Führung sorgte unterdessen ein Interview von Bundestrainer Jürgen Klinsmann im SZ-Magazin, in dem der 40-Jährige angebliche Kumpanei im Verband anprangert: Ich stoße allein schon deshalb auf Widerstand, weil die Leute befürchten, ich würde ihnen etwas wegnehmen. Zwanziger forderte den Bundestrainer daraufhin auf, Ross und Reiter zu nennen. Wir glauben, alles getan zu haben, seine Wünsche zu erfüllen, um unser gemeinsames großes Ziel bei der WM 2006 zu erreichen, sagte er der Bild-Zeitung.


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