Finnischer Club soll absichtlich verloren haben | 2005-07-15
Helsinki - Der finnische Fußballclub FC Allianssi soll ein Punktspiel absichtlich verloren haben. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) geht zur Zeit Vorwürfen nach, der Club fungiere als Werkzeug für das Wettbüro seines chinesischen Eigentümers Zheyun Ye.
Wie die Nachrichtenagentur FNB berichtete, traten Vereinspräsident Erkki Alaja und ein Vorstandsmitglied am Tag nach dem 3:0- Heimsieg von Allianssi in der UEFA-Cup-Qualifikation gegen CS Petange aus Luxemburg zurück. Ajala sagte: Ich will mich persönlich und für den Verein bei allen entschuldigen, die sich verletzt fühlen. Aber ich habe nichts Kriminelles getan. Zu Einzelheiten wollte er sich nicht äußern.
Der FC Allianssi in Vantaa vor den Toren Helsinkis hatte als finnischer Vizemeister sein Heimspiel gegen den Tabellendritten Haka sensationell mit 0:8 verloren. Dabei ließ der neu verpflichtete belgische Trainer Thierry Pister seine Bestbesetzung auf der Bank. Nach dem Aufkommen eines Manipulationsverdachts sagte Pister zur Begründung in der Zeitung Helsingin Sanomat: Ich habe einen Fehler gemacht, wie oft soll ich das noch sagen? Von jetzt an kommen nur noch die Besten auf den Platz.
Pister war erst wenige Wochen zuvor zusammen mit dem ebenfalls aus Belgien geholten Manager Olivier Suray zu Allianssi gekommen. Erst danach wurde bekannt, dass der Verein im Juni von dem chinesischen Geschäftsmann Zheyun Ye aufgekauft worden war. Sowohl die UEFA wie der finnische Fußballverband, die Organisatoren der Ersten Liga und die Polizei ermitteln nun wegen Betrugsverdachtes.