Sterzing/München - Ein eingespieltes Team, gezielte Neuverpflichtungen und jede Menge Rückenwind durch die neue Spielstätte - nach der verpassten direkten Rückkehr in die Bundesliga will Fußball-Zweitligist TSV 1860 München in dieser Saison den Wiederaufstieg perfekt machen.
Nach neun Tagen Trainingslager im idyllischen Sterzing in Südtirol blickt Löwen-Geschäftsführer Roland Kneißl voller Optimismus auf den Saisonstart: Die Mannschaft macht einen sehr guten Eindruck und im Gegensatz zum vergangenen Jahr ist sie ein eingeschworener Haufen.
Im Abstiegsjahr 2003/2004 mussten die Münchner einen kräftigen Aderlass hinnehmen. 13 Spieler - unter ihnen Stützen wie Benjamin Lauth und Andreas Görlitz - verließen den Verein. Für diese Saison konnten dagegen alle wichtigen Akteure gehalten werden. Dazu kamen die Neuzugänge Stefan Reisinger (Wacker Burghausen), Fabian Lamotte (Schalke 04) und Rückkehrer Torben Hoffmann (Eintracht Frankfurt). Und die haben sich sehr schnell und gut integriert, betont Löwen- Trainer Reiner Maurer.
Den gewonnenen Testspielen gegen die Erstligisten SV Werder Bremen (3:1) und Borussia Mönchengladbach (2:1) misst der 45-Jährige keine zu große Bedeutung bei. Vielmehr fiebert der Coach dem Liga-Auftakt am 7. August bei LR Ahlen entgegen. Ein guter Saisonstart ist sehr, sehr wichtig, sagt Maurer. Nicht nur für das Selbstvertrauen der Mannschaft, sondern auch für den Zuspruch der Fans.
Auf die Unterstützung der Anhänger baut der Löwen-Trainer vor allem in den Heimspielen in der Münchner Allianz Arena: Das Stadion sehe ich sehr positiv für uns und diese Saison. Es gehört mehr zu 1860 als das Olympiastadion. Auch mit nur 20 000 Zuschauern werde in dem Stadion mit 66 000 Plätzen eine einmalige Atmosphäre herrschen.
Für den Präsidenten Karl Auer ist der Aufstieg nicht nur eine Kür, sondern Pflicht. Das Mannschafts- und das finanzielle Niveau können wir sonst nicht länger halten, sagt Auer. Auch im DFB-Pokal- Wettbewerb setzt er seine Angestellten unter Druck. Den müssen wir dieses Jahr weiter in den Vordergrund stellen, um uns ein finanzielles Polster zu holen. Der Kader ist stark genug, zwei Aufgaben zu bewältigen.
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