Sydney - Jetzt ist es offiziell: Startrainer Guus Hiddink vom niederländischen Meister PSV Eindhoven soll Australiens Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland führen.
Der australische Verband und der Erfolgscoach bestätigten in Sydney ein entsprechendes Übereinkommen für die Nachfolge von Frank Farina. Hiddink will die Akteure vom fünften Kontinent in Kürze zum Training in die Niederlande beordern. Und dem PSV bleibt er als Sportdirektor und Cheftrainer erhalten.
Mit dem erfahrenen Hiddink machen sich die Socceroos aus Australien Hoffnung, nach mehr als 30 Jahren wieder an einer WM-Endrunde teilzunehmen. Das ist ihnen erst einmal gelungen: 1974 - ebenfalls in Deutschland. Der erneute Weg zur WM ist allerdings noch steinig. Als Führende der Ozeanien-Gruppe für die Qualifikation müssen die Australier noch ein Hin- und Rückspiel gegen die Solomon- Inseln als Gruppenzweite austragen. Danach muss sich der Sieger dann auch noch gegen den Fünften der Südamerika-Gruppe durchsetzen.
Ich soll das Unmögliche möglich machen, sagte der in Varsseveld nahe der deutschen Grenze geborene Hiddink. Und warnte zugleich auch vor zu hohen Erwartungen: Meine Vergangenheit ist keine Garantie für den Erfolg. Immerhin hat der 58-Jährige nicht nur das Oranje-Team 1998 in Frankreich bis ins WM-Halbfinale geführt; er kam vier Jahre später als Nationalcoach Südkoreas mit dem gastgebenden Außenseiter-Team ebenfalls unter die ersten Vier.
Auch als Vereinscoach war Hiddink äußerst erfolgreich: So gewann er mit Real Madrid den Weltpokal. Mit seinem Stammverein PSV ist er derzeit zum vierten Mal Landesmeister, drei Mal gewann man gemeinsam den Landes-, einmal den Europapokal. Wir hätten keinen besseren international anerkannten Coach für die Reise nach Deutschland finden können, sagte Australiens Verbandschef Frank Lowy.
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