Hamburg - Ottmar Hitzfeld hat seine Entscheidung für eine schöpferische Pause erneut verteidigt und will vorerst auch nicht auf die Fußball-Trainerbank zurückkehren.
Ich sehne mich zur Zeit nach nichts. Ich bin noch nicht überzeugt, das Feuer brennt noch nicht so, wie ich das will, betonte der 56 Jahre alte Fußball-Lehrer in einem Interview mit der Bild am Sonntag. Sein Entschluss, nach dem vorzeitigen Ende seines Engagements beim FC Bayern München im vorigen Sommer auf den Bundestrainer-Posten beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) verzichtet zu haben, war die richtige Entscheidung, sagte Hitzfeld.
Ich habe fünf Tage mit mir selbst gerungen - und dann habe ich abgesagt. Das war schwer. Aber rückblickend muss ich sagen: Für meine Gesundheit war es das beste, erklärte der ehemalige Erfolgscoach von Borussia Dortmund und des FC Bayern München. Der Druck seinerzeit sei immens gewesen. Es war höchste Zeit für mich aufzuhören. Ich war im roten Bereich, hatte schlaflose Nächte, war ungeduldig.
Es habe ein halbes Jahr gedauert, bis ich in einen anderen Rhythmus kam, berichtete Hitzfeld, aber bis heute könne er keine Nacht durchschlafen. Nachts stehe ich noch immer ein bis zwei Mal auf, laufe rum. Aber wenigstens kann ich mich anschließend wieder ins Bett legen und weiterschlafen, das hat sich wesentlich gebessert.
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