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Clubs setzen Sparkurs fort - Kiel ist Krösus | 2005-07-26


Leipzig - Mit einem Rückgang des Gesamtvolumens ihrer Etats um rund elf Prozent setzen die Vereine der Fußball-Regionalliga Nord ihren Sparkurs auch in der Saison 2005/2006 fort.

Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur stehen den 19 Vertretern mindestens 34,45 Millionen Euro zur Verfügung, wobei jedoch die fünf Amateurteams der Bundesligisten keine Angaben machten. In der vergangenen Spielzeit planten die Clubs noch mit 38,81 Millionen Euro. Fünf Vereine stockten ihre Etats auf, dagegen verringerten fünf Clubs ihre Budgets. Die Etatentwicklung ist auf dem richtigen Weg. Einige Vereine haben aber immer noch zu hohe Haushalte, sagte der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), Hans-Georg Moldenhauer.

Holstein Kiel besitzt mit 3,7 Millionen Euro den effektiv höchsten Etat der Staffel, auch wenn Rot-Weiß Essen sein Budget mit 4,0 Millionen Euro angab. Beim Zweitliga-Absteiger beziehen sich die Ausgaben jedoch auf den gesamten Verein, in dem neben der zweiten Mannschaft auch zehn Jugendmannschaften spielen. In Kiel fließt das Geld hingegen ausschließlich in das Regionalliga-Team. Die Drei-Millionen-Etat-Grenze knacken zudem der VfL Osnabrück (3,5 Millionen Euro) und Fortuna Düsseldorf (3,0).

Neben Kiel (3,7/+0,5) und Osnabrück (3,5/+0,5) haben der Chemnitzer FC (2,3/+0,5), der Wuppertaler SV Borussia (2,2/+0,6) und der VfB Lübeck (2,95/+0,05) ihre Budgets aufgestockt.

Deutlich abspecken mussten die Zweitliga-Absteiger. Am härtesten traf es Rot-Weiß Oberhausen. Hier mussten die Verantwortlichen den Etat von 5,9 Millionen Euro auf 1,4 Millionen Euro kürzen. 2,5 Millionen Euro fehlen derweil den Essenern im Vergleich zur Vorsaison (6,5). Rot-Weiß Erfurt kalkuliert mit 2,4 Millionen Euro. Das sind 2,9 Millionen Euro weniger als in der vergangenen Spielzeit.

Ein Grund für die radikalen Schnitte sind die verringerten Fernseheinnahmen. In der dritten Liga bekommt jeder Verein rund 350 000 Euro. In der 2. Bundesliga sind es rund fünf Millionen Euro. Da ist es klar, dass die meisten Vereine die 2. Liga anstreben. Aber man darf sich keinen illusorischen Zielen hingeben, sondern muss wirtschaftlich rechnen und nicht auf eine mögliche Zukunft im Profi- Fußball spekulieren, betonte Moldenhauer.

Mit weniger Geld müssen Düsseldorf (3,0/-1,0) und der SC Preußen Münster (2,1/-0,1) auskommen. Wie in der vergangenen Saison plant der FC St. Pauli mit 2,5 Millionen Euro. Mit dem kleinsten Etat geht Kickers Emden ins Rennen. Dem Aufsteiger steht eine Million Euro zur Verfügung. Neben Emden liegen die Etas von Mit-Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena (1,9), der SG Wattenscheid 09 (1,5) sowie des Zweitliga- Absteigers Oberhausen unter der Zwei-Millionen-Euro-Marke.


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