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VfB auch finanziell unter den ersten Fünf | 2005-07-26


Stuttgart - Ausgerechnet Branchenprimus FC Bayern München hat sein Scherflein zur finanziellen Konsolidierung von Liga-Konkurrent VfB Stuttgart beigetragen.

Der Rekordmeister zahlte dem schwäbischen Fußball-Bundesligisten eine Kompensationszahlung für den vorzeitigen Wechsel von Trainer Felix Magath im vergangenen Mai. Das bestätigte VfB-Finanzchef Ulrich Ruf bei der Stuttgarter Mitgliederversammlung. Über die Höhe der Summe macht der VfB mit Hinweis auf das vereinbarte Stillschweigen keine Angaben. Schätzungen gehen von bis zu einer Million Euro aus. Der FC Bayern war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Trotz der verpassten Champions-League-Teilnahme konnten die anwesenden 1418 der über 30 600 VfB-Mitglieder mit den präsentierten Zahlen zufrieden sein. Im Geschäftsjahr 2004 steigerte der Liga- Fünfte seine Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um gut 1,1 Millionen auf 66,9 Millionen Euro, obwohl die TV-Erlöse um knapp 9 Millionen Euro sanken. Die Verschuldung zum 31. Dezember blieb mit 8,27 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahres-Ergebnis fast konstant und liegt klar unter dem Bundesliga-Durchschnitt von etwa 16 Millionen Euro.

Der VfB gehört zu den wirtschaftlich gesündesten Clubs in Deutschland, sagte Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt in seiner Funktion als Aufsichtsratschef. VfB-Chef Erwin Staudt sieht den Verein unter den ersten Fünf der Bundesliga. Die 22 Millionen Euro an Transfer-Erlösen für Kevin Kuranyi (Schalke 04) und Alexander Hleb (Arsenal London) schlagen erst in der Bilanz des kommenden Jahres zu Buche. Die Einnahmen werden jedoch größtenteils für den Transfer von Stürmerstar Jon Dahl Tomasson (AC Mailand) und dem noch zu verpflichtenden offensiven Mittelfeldspieler reinvestiert.

Für den einzigen größeren Unmut neben jährlich wiederkehrenden Ausführungen einzelner Fans zu den Themen reines Fußballstadion oder geändertes Vereinswappen sorgte die neue Beitragsstruktur. Bislang zahlten VfB-Mitglieder aus Stuttgart 51 Euro, Fans außerhalb der Stadt 33. Dieser Beitrag beträgt nun einheitlich 48 Euro. Trotz Staudts Hinweis, dass der VfB damit nur Platz 15 unter allen Erstligisten belegt, votierten immerhin 307 Mitglieder dagegen. Da dem Schwaben sein Geldbeutel lieb und teuer ist, hat der VfB im 112. Jahr seines Bestehens ein besonderes Schnäppchen eingeführt: Für 1893 Euro gibt es nun die Mitgliedschaft auf Lebenszeit.


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Die Statistik vom 14. Bundesliga-Spieltag

1413 | 1894 | 1990 | 1801 | 1680 | 13653 | 13282 | 13129 | 13695 | 13683 |