Wolfsburg - Nach der tristen Nullnummer gegen den RC Lens bemühte die sportliche Führung des VfL Wolfsburg das Prinzip Hoffnung.
Noch ist nichts verloren. Ich bin zuversichtlich, dass wir in Frankreich bestehen können. Schließlich haben wir unsere beiden bisherigen Auswärtsspiele im UI-Cup gewonnen, sagte Trainer Holger Fach. Trotz des torlosen Unentschiedens im Halbfinal-Hinspiel in der Volkswagen-Arena sieht auch Manager Thomas Strunz die Chancen auf ein Weiterkommen im Rückspiel am 3. August noch intakt: Wir haben drei Mal hintereinander zu Null gespielt. Lens ist zwar stark, aber auch verwundbar.
So schlecht ist dieses Ergebnis gar nicht. Die Franzosen werden jetzt im Rückspiel Respekt vor uns haben, sagte Kapitän Pablo Thiam. Eben jenen Respekt zeigten die Wölfe zum Leidwesen der 10 511 Fans über weite Strecken gegen den Vorjahres-Siebten der französischen Liga. Wir haben zu ängstlich begonnen und auch in der Folge nicht die Mittel gefunden, um uns entscheidend durchzusetzen. So ging das Resultat letztlich in Ordnung, sagte Fach. Sein Gegenüber Francis Gillot sah es ähnlich: Wir hätten 1:0 gewinnen, aber auch 0:1 verlieren können.
Wenn wir im Rückspiel treffen, hat es Lens doppelt schwer, sagte Torhüter Simon Jentzsch. Wer aber für die Tore sorgen soll, war in den ersten 90 Minuten des deutsch-französischen Duells noch nicht zu sehen. Torjäger Diego Klimowicz hing auch wegen des blassen Auftritts der Wolfsburger Mittelfeldachse meist in der Luft. Und Millionen-Einkauf Mike Hanke wies bei seinem 45 Minuten dauernden Kurzauftritt lediglich nach, warum er eine Halbzeit auf der Bank sitzen musste. Noch fehlt ihm einiges. Aber das ist doch normal. Das geht allen anderen Nationalspielern, die später in das Training eingestiegen sind, ebenso, sagte Fach und zeigte Verständnis.
Die einzige wirkliche Torchance der Hausherren, bei denen die abgewanderten Tor-Garanten Thomas Brdaric und Martin Petrow schmerzlich vermisst wurden, vergab in der 31. Minute Mittelfeldspieler Mirko Hrgovic. Nach einem schönen Zuspiel von Regisseur Andres DAlessandro schoss er völlig frei stehend am rechten Pfosten vorbei.
Doch auch VfL-Keeper Simon Jentzsch hatte eigentlich nur zwei Mal die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Nach nur fünf Minuten klärte der 30-Jährige erst im letzten Moment vor dem einschussbereiten Issam Jemaa (5.). Acht Minuten vor Schluss verhinderte er mit einer Glanzparade nach einem Schuss des eingewechselten Aruna Dindane, dass die Wolfsburger Finalträume einen noch größeren Dämpfer erhalten hätten.
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