Frankfurt/Main - Bernd Schuster steht auch nach Real Madrids Titelgewinn in der spanischen Fußball-Meisterschaft Gewehr bei Fuß, um bei den Königlichen die Nachfolge von Fabio Capello anzutreten.
Ich mache mich nicht verrückt und sage lediglich, ich bin bereit, nächste Saison Real Madrid zu trainieren. Ich habe mich schon seit längerer Zeit darauf vorbereitet, und Real ist schon ein bisschen in meinem Konzept mit drin, sagte Schuster in dem vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) veröffentlichten DFB.de-Gespräch der Woche. Der 47 Jahre alte deutsche Ex-Real-Profi, der schon seit Monaten als möglicher Capello-Nachfolger gehandelt wird, steht allerdings bei seinem Club FC Getafe noch ein Jahr unter Vertrag.
Nach dem 30. Titelgewinn in der Primera Division, den die Madrilenen durch den 3:1-Erfolg über RCD Mallorca perfekt machten, erscheint es zwar fraglich, ob sich Real tatsächlich von dem lange umstrittenen Capello trennen wird. Zwei Mal bereits nutzten jedoch auch Real-Erfolgstrainern selbst Titel nichts mehr: Vicente del Bosque musste 2003 trotz des Gewinns der spanischen Meisterschaft gehen. Und der deutsche Ex-Nationalspieler Jupp Heynckes wurde 1998 sogar trotz des Champions-League-Sieges abgelöst. Auch deswegen sage ich ja, ich stehe bereit, betonte Schuster.
Er sei gespannt, was bei Real Madrid alles in dieser und in der nächsten Woche geschehen werde, berichtete Schuster, der selbst mit Getafe am 22. Juni noch das spanische Pokalfinale gegen den FC Sevilla bestreiten wird. Sollte nach Reals Meister-Coup jetzt nichts aus einem Engagement beim neuen Champion werden, okay, dann passiert es eben nicht, ergänzte er. Schuster weiter: Ich bin Trainer beim FC Getafe und habe noch einen Vertrag für ein Jahr. Als Pokalfinalist sind wir auf jeden Fall für den UEFA-Cup qualifiziert, was eine sehr reizvolle Aufgabe ist, die ich selbst mit aufgebaut habe. Getafe, das ist eine sichere Sache. Alles andere sind Spekulationen.
Auf Sicht hält der Europameister von 1980 auch eine Trainer-Tätigkeit in der Heimat für denkbar. Ich kann mir gut vorstellen, in absehbarer Zeit wieder in Deutschland zu arbeiten. In den vergangenen drei Wochen hatte ich zwei Angebote aus der Bundesliga, erklärte Schuster. Die Namen der beiden Clubs wollte er jedoch nicht nennen.
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