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Trainer setzen auf Freiburg, Bochum und Rostock | 2005-08-02


München - Die Trainer haben sich festgelegt: Der SC Freiburg, Hansa Rostock und der VfL Bochum schaffen den direkten Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga.

Das Absteigertrio wurde in einer dpa-Umfrage von den Trainern der 18 Zweitliga-Clubs zu den Favoriten auf die drei Aufstiegsplätze gekürt. Aber auch Alemannia Aachen und der TSV 1860 München gehören zu den heißen Anwärtern auf einen Platz im Oberhaus. Außenseiterchancen werden der SpVgg Greuther Fürth eingeräumt, drei Trainer trauen Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Aue eine Überraschung zu.

Selten war der Ausgang des Trainervotums so knapp. Mit jeweils 14 Nennungen kamen Freiburg und Bochum auf den ersten Platz vor Rostock (13). Jeweils nur eine Stimme weniger bekamen die Münchner Löwen und Aachen (beide 12). Fürth landete mit nur fünf Nennungen schon weit abgeschlagen. Das wird ein ganz knappes Rennen, prophezeite Freiburgs Trainer Volker Finke. Aus meiner Sicht gibt es acht bis neun Vereine, die um den Aufstieg spielen werden.

Bei den Vorhersagen - Gerd Schädlich (Aue) und Jörg Berger (Rostock) wagten keinen konkreten Tipp - tauchte Energie Cottbus überraschend nicht mehr auf. Die Lausitzer, die in der vorigen Saison nur mit Mühe dem Abstieg entkamen, hatten in den vergangenen drei Spielzeiten stets zu den Topfavoriten gehört. Für uns zählt nur der Klassenverbleib, betonte Energie-Trainer Petrik Sander angesichts von 4,5 Millionen Euro Schulden. Ein klares Votum für die drei Erstliga-Absteiger kam von Burghausens Coach Markus Schupp: Die drei Absteiger wollen sofort wieder in die Bundesliga zurück und werden alles dafür tun.

1860 München, Freiburg und Rostock sind allein schon aus wirtschaftlichen Gründen zum Aufstieg verpflichtet. Löwen-Präsident Karl Auer räumte ein, dass die Mannschaft zum Aufstieg gezwungen sei: Mit der Allianz Arena und einer jungen, begeisterungsfähigen Mannschaft ist um 1860 eine Euphorie entstanden, mit der es dann wieder vorbei wäre, wenn wir nicht aufsteigen. In Rostock fordert Hansa-Chef Manfred Wimmer den Wiederaufstieg, da gibt es keine Alibis.

Aber auch weniger betuchte Clubs spielen bei den Gedanken der Trainer eine Rolle. So glaubt Dieter Hecking von Alemannia Aachen, dass Dynamo Dresden die Überraschungsmannschaft werden könnte. Edmund Becker vom Karlsruher SC und Christoph Franke (Dresden) trauen dem FC Erzgebirge eine ähnliche Rolle wie in der vergangenen Spielzeit zu, als die Sachsen lange Zeit im Rennen um einen der drei begehrten Aufstiegsplätze mitmischten.


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