Leipzig - Im dritten Anlauf will der erneut hoch gehandelte FC Augsburg endlich seine Favoritenlast ins Ziel tragen. Nach den Plätzen drei und vier streben die Ostschwaben vehement in die zweite Fußball-Bundesliga.
16 der 18 Trainer der Regionalliga Süd erklärten Augsburg in einer Umfrage der Deutschen Presse Agentur zum Meisterschaftsanwärter Nummer eins. Mein Aufstiegskandidat ist in erster Linie Augsburg, dann kommen Darmstadt und Wehen, erklärt Hansi Flick von der TSG Hoffenheim vor dem Start der Südstaffel.
Seine Meinung zu Darmstadt teilen neun, zu Wehen weitere sieben Kollegen. Auch Hoffenheim selbst räumen acht das Potenzial ein, Augsburg in die 2. Bundesliga zu begleiten. Die Trainer sehen damit in ihrer Vorhersage einen Vierkampf um die zwei Aufstiegsplätze; den anderen Teams werden höchstens Außenseiterchancen eingeräumt. Elversberg könnte für eine Überraschung sorgen, meint etwa Rainer Hörgl, Trainer des Topfavoriten.
Der 48-Jährige hat ebenfalls noch Darmstadt und Wehen auf der Rechnung, zeigt sich aber selbstbewusst, was die eigenen Ansprüche angeht: Wir wollen aufsteigen und brauchen von nichts anderem zu sprechen. Aber es wird sicherlich kein Selbstläufer.
Damit es diesmal klappt, hat der Verein viel investiert. Das Budget wurde mit 3,5 Millionen Euro im Vergleich zur vergangenen Saison aber konstant gehalten. Auf dem Transfermarkt setzte der Verein auf Klasse statt Masse, so kamen mit Torsten Traub, Elton da Costa oder Angelo Vaccaro Zweitliga-erfahrene Akteure.
Die drei Mitfavoriten dürfen sich entlastet fühlen. Befreit von der Favoritenbürde gehen sie vielmehr mit einer gewissen Leichtigkeit in die Saison, die in der Endabrechnung ein paar entscheidende Punkte bringen könnte. Wir wollen eine bessere Saison als die letzte spielen und uns im oberen Tabellenbereich platzieren. Mal schauen, was dann geht, erklärt der Hoffenheimer Flick. Hauptsache ist, dass wir vorne mitspielen wollen, sagt Djuradj Vasic vom SV Wehen.
Zu möglichen Absteigern schwiegen die Trainer mit wenigen Ausnahmen. Ich denke, dass die zweiten Mannschaften der Lizenzvereine Probleme bekommen werden, mit Ausnahme von Bayern München, meint Rainer Krieg vom Karlsruher SC. Unter Umständen wird es das ein oder andere Bundesliga-Nachwuchsteam schwer haben, pflichtet Flick bei. Konkret wird nur Brent Goulet Pfullendorf und Eschborn werden absteigen, sagt der Elversberger.
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