München - Felix Magath ist von einer weiteren Zusammenarbeit zwischen Michael Ballack und dem FC Bayern München überzeugt.
Ich glaube, dass er bleiben wird, sagte der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, er hat in der letzten Saison gesehen, dass er hier eine sichere Position und Situation hat. Er weiß, dass er bei uns der Führungsspieler ist, nach dem sich vieles richtet. Woanders müsste er sich das erst einmal erarbeiten. Der Vertrag des 28-jährigen Nationalspielers beim FC Bayern läuft am 30. Juni 2006 aus.
Die Diskussionen um Ballack, der angeblich von Real Madrid, Manchester United und anderen europäischen Spitzenclubs umworben wird, bereiten Magath noch keine Sorgen. So lange es die Mannschaft und die Spieler nicht irritiere, habe er damit keine Probleme, sagte der Bayern-Coach, erst wenn die Leistung darunter litte, müsste ich mir Gedanken machen. Das heiß diskutierte Thema nimmt auch viel von anderen Fragen weg, da die Verträge von Kahn, Deisler oder Sagnol ebenfalls auslaufen.
Auch ein Abschied des Mittelfeldspielers aus München bereitet Magath offenbar wenig Kopfzerbrechen. Als zu meiner Zeit beim HSV Kevin Keegan ging, sind wir auch nicht schlechter geworden. Als bei Bayern Rummenigge aufgehört hat, ist der Club auch nicht zusammengebrochen, sagte der Trainer, wenn ein sehr starker Spieler geht, wachsen für andere neue Chancen, in die Lücke hineinzustoßen und mehr Verantwortung zu übernehmen.
Mit Blick auf die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr hob Magath die wichtige Rolle der Clubs im Zusammenhang mit der Nationalmannschaft heraus. Nur wer mit voller Konzentration auf seinen Club eine gute Saison spiele, stecke im kommenden Jahr auch die Zusatzbelastung WM viel leichter weg. Der Confederations Cup habe doch gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Spieler in ihren Vereinen gute Leistungen bringen und erfolgreich sind. Die gehen dann mit einer ganz anderen Einstellung und Sicherheit zu so einer Veranstaltung. Deshalb fordert Magath von seinen Spielern auch ein klares Bekenntnis für ihren Club: Tatsache ist, dass zuerst der FC Bayern und dann erst die Nationalmannschaft kommt.
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