Bremen - Der Salto des genesenen Doppel-Torschützen Miroslav Klose stand für das neue Selbstbewusstsein des SV Werder Bremen.
Mit seinem Doppelpack und einer überragenden Leistung beim 5:2 (3:2)-Sieg gegen Arminia Bielefeld verhalf der Nationalstürmer dem Double-Gewinner von 2004 zu einem Saisonstart nach Maß und demonstrierte Stärke vor dem Qualifikationsspiel zur Champions League beim FC Basel. Wir wollen öfter da oben stehen, sagte Klose beim Blick auf die Tabelle, die Werder als Spitzenreiter auswies.
Ich habe mir sehr viel vorgenommen, betonte der 27-Jährige, der wegen einer Knie-Operation den Confederations-Cup verpasste und sich zum Saisonstart nun in bester Verfassung präsentierte. Zusammen mit Sturmpartner Ivan Klasnic (18./83.) war er maßgeblich für den Blitzstart der Bremer verantwortlich. Ich bin froh, dass Klose sich auskurieren konnte, er hat die Zeit ideal genutzt, bescheinigte ihm Werders Sportdirektor Klaus Allofs großen Trainingsfleiß.
In der Tat hat der gebürtige Pole nur zwei Tage pausiert, danach in der Rehabilitation mit dem WM-Ziel vor Augen Gas gegeben. Ich bin deshalb weiter als die meisten und kann angreifen, sagte der sonst so bescheidene Ex-Lauterer. Gas geben wollen alle Bremer, um endgültig in die europäische Eliteklasse einzuziehen. Wir haben noch reichlich Luft nach oben, kündigte Bremens Coach Thomas Schaaf vor der wichtigen Auswärtspartie in der Schweiz an. Gemeint war vor allem die Defensive, die durch den Weggang von Valérien Ismael zu Bayern München noch Abstimmungsprobleme hatte.
Wir haben uns daran gewöhnt, ohne ihn zu spielen, und Naldo hatte schon gute Ansätze, sagte Allofs. Der brasilianische 2,5-Millionen-Neuzugang fügte sich nach nur einer Woche und eineinhalb Vorbereitungsspielen an der Weser recht gut ein, wenngleich erst sein Stolperer das 2:2 durch Sibusiso Zuma ermöglichte. Ein Gewinn ist indes Bayern-Rückkehrer Torsten Frings, der sofort Führungsqualitäten demonstrierte und dem seine Abwesenheit gar nicht anzumerken war.
Ohne Kapitän und Torschütze Frank Baumann (36.), der wegen einer Oberschenkelverletzung vorzeitig das Feld räumen musste, wird Werder in Basel die Abwehr wieder umstellen müssen. Vielleicht ist Basel konditionell besser, weil sie schon weiter in der Saison sind. Dennoch fahren wir dort hin, um zu gewinnen, gab Allofs vor.
Höchstes Lob kam vom Gegner aus Ostwestfalen, der sich in vielen Situationen das Leben selbst schwer machte. Werder hat eine Super- Mannschaft und die besten Stürmer der Liga, meinte der südafrikanische Neuzugang Zuma, der mit seinen schnellen Vorstößen von rechts und seinem Tor (31.) andeutete, dass er Landsmann Delron Buckley gleichwertig ersetzen kann.
Auch Regisseur Nebojsa Krupnikovic (12.) zeigte phasenweise Klasse, auch wenn das Zusammenspiel besonders in der Defensive arg verbesserungswürdig ist. Einige Fehler waren katastrophal, bemängelte Arminias Trainer Thomas von Heesen. Den Fans versprach er dennoch einen Heimsieg in der Bundesliga-Partie gegen den Hamburger SV.
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