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Vogts wollte Machtkampf im DFB verhindern | 2005-05-03


Berlin - Berti Vogts wollte mit seiner Absage an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) einen drohenden Machtkampf zwischen der Verbands-Spitze und Jürgen Klinsmann verhindern.

Das betonte der ehemalige Bundestrainer in mehreren Presse- und TV-Berichten. Ich will keinen Machtkampf zwischen DFB-Präsidium und Klinsmann. Dafür ist die Nationalmannschaft viel zu wichtig, unterstrich der 58-jährig Vogts in der Zeitung Die Welt.

Bundestrainer Klinsmann und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff hatten sich deutlich für Vogts als neuen Technischen Direktor des DFB stark gemacht. Die Verbandsspitze äußerte Bedenken. Es kann nicht sein, dass sich Jürgen Klinsmann regelmäßig rechtfertigen muss. In die ganze Sache muss endlich Ruhe reinkommen, erklärte Vogts im DSF.

Offensichtlich reagierte Vogts, der mit Klinsmann noch in den vergangenen Tagen die Lage besprochen hatte, vor allem darauf, dass die Widerstände in der DFB-Führung eine Rückholaktion ohnehin verhindert hätten. Überzeugungsarbeit und kommunikative Fähigkeiten seien die wichtigsten Voraussetzungen, die ein neuer Technischer Direktor mitbringen müsse, hatte DFB-Präsident Gerhard Mayer- Vorfelder noch nach dem DFB-Bundestag in Mainz geäußert. Es ist die Frage, ob sich Berti Vogts in der Frage geändert hat. Auch Liga-Chef Werner Hackmann hatte berichtet, dass Vogts nicht bei jedem auf ungeteilte Begeisterung gestoßen sei.

Klinsmann und Bierhoff wollen sich als Reaktion auf die gescheiterte Verpflichtung von Vogts nun erst einmal aus allen Planungen heraus halten, die über die WM-Aufgabe der Nationalmannschaft 2006 hinaus gehen. Mit seiner Absage bietet sich ihm nun die Möglichkeit, andere Verhandlungen zu führen und eine neue Herausforderung in Angriff zu nehmen, sagte Klinsmann in Richtung Vogts. Er hatte entscheidenden Anteil an der Tatsache, dass ich nun die Rolle des Bundestrainers ausüben darf. Und ich werde alles versuchen, so wie er bei der EM 1996 im kommenden Jahr einen großen Titel zu gewinnen.

Eine öffentliche Diskussion über Wochen schadet dem deutschen Fußball, erklärte Vogts und ergänzte: Es geht nicht um Einzelschicksale. Es könne nicht angehen, dass Berti Vogts jede Woche ein großes Thema in der Öffentlichkeit ist. Der Geschäftsführende Präsident Theo Zwanziger hatte nach Gesprächen mit Vogts und Klinsmann die Entscheidung über die Einrichtung einer neuen Stelle als Technischer Direktor in die Zeit nach dem Confederations Cup im Juni verschoben.


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